Cristiano Ronaldo

Portugal steht nach dem WM-Aus vor der Ronaldo-Frage

Nach dem WM-Aus Portugals stellt sich die Frage nach Cristiano Ronaldos Rolle und ob die Zeit für einen Neuanfang gekommen ist.

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Ein schmerzhafter Abschied in Dallas

Cristiano Ronaldos WM-Geschichte ist beendet.

Portugal schied im Achtelfinale nach einer 1:0-Niederlage gegen Spanien aus, wobei Mikel Merino das entscheidende Tor in der Nachspielzeit im Dallas Stadium erzielte.

Laut Yahoo Sports beförderte Merinos später Treffer Spanien ins Viertelfinale und beendete Ronaldos letzten Auftritt auf der größten Fußballbühne.

Für Ronaldo wog dieser Abend schwer. Mit 41 Jahren hatte er bereits vor dem Turnier klargestellt, dass dies seine letzte Weltmeisterschaft sein würde, doch das Ende fühlte sich dennoch abrupt an.

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Es gab keinen letzten tiefen Vorstoß, keinen letzten Versuch, die Trophäe zu gewinnen, die ihm stets entgangen ist, und kein märchenhaftes Ende für eine der prägendsten Figuren des Fußballs.

Die Debatte flammt wieder auf

Portugals Ausscheiden warf sofort eine bekannte Frage neu auf.

Kann die Nationalmannschaft mit Ronaldo im Mittelpunkt weitermachen, oder ist die Zeit für einen klaren Schnitt gekommen?

Die Diskussion begleitet Portugal seit Jahren, doch die Niederlage gegen Spanien verlieh ihr neue Kraft. Ronaldo bleibt ein Symbol, ein Kapitän und der größte Torschütze des Landes aller Zeiten. Er ist aber auch nicht mehr der Spieler, der K.o.-Spiele über 90 Minuten dominieren kann.

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Laut A Bola hatte sich die Debatte um Ronaldo bereits vor Portugals Ausscheiden verschoben, wobei das Medium argumentierte, dass „die Vergangenheit die Gegenwart nicht mehr retten kann“ und infrage stellte, ob sein Status dem Team noch half.

Die Kritik bezieht sich nicht darauf, was Ronaldo war. Es geht darum, was Portugal jetzt braucht.

Zeit für einen Rückzug

Das stärkste Argument der Kritiker ist, dass Ronaldos Anwesenheit das Gleichgewicht der Mannschaft verändert.

Portugal verfügt über einen Kader voller erstklassiger Offensivoptionen, doch ihre Struktur dreht sich oft immer noch um einen Spieler, der nicht mehr auf die gleiche Weise pressen, Laufwege machen oder Verteidiger in die Breite ziehen kann. Das schafft ein taktisches Dilemma für jeden Trainer.

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Der ehemalige ghanaische Nationalspieler Kevin-Prince Boateng äußerte diesen Punkt, bevor Portugals WM-Lauf endete.

Laut A Bola sagte Boateng: „Wenn Portugal eine Chance haben will, weit zu kommen, sollte Ronaldo meiner Meinung nach beiseitetreten. Lasst die anderen spielen und lasst ihn für die letzten 15 oder 20 Minuten einwechseln, um diesen großen Moment aus seinem Spiel zu holen.“

Diese Ansicht wirkt nun weniger wie eine Provokation und mehr wie Teil einer breiteren portugiesischen Debatte.

Ronaldo hatte es bereits als seine letzte Weltmeisterschaft bezeichnet

Ronaldo musste nach der Niederlage gegen Spanien nicht bestätigen, dass dies seine letzte Weltmeisterschaft war. Das hatte er bereits Monate zuvor getan.

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Laut Record wurde Ronaldo vor dem Turnier gefragt, ob die Weltmeisterschaft 2026 seine letzte sein würde, und antwortete: „Ja, definitiv. Ich werde 41 sein und ich denke, es wird der richtige Zeitpunkt sein.“

Das macht die Niederlage gegen Spanien weniger zu einer Frage des WM-Rücktritts und mehr zu einer Frage des Rücktritts aus der Nationalmannschaft.

Ronaldo könnte sich immer noch dafür entscheiden, in einer anderen Rolle für Portugal weiterzumachen, doch das WM-Kapitel ist abgeschlossen.

Eine Karriere, die keine Niederlage auslöschen kann

Die Frustration um Ronaldos aktuelle Rolle sollte das Ausmaß seiner internationalen Karriere nicht überschatten.

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Er hat an sechs Weltmeisterschaften teilgenommen und in jeder Ausgabe von 2006 bis 2026 getroffen, ein Rekord, der sowohl außergewöhnliche Langlebigkeit als auch unerbittliche Standards widerspiegelt.

Laut ESPN begann Ronaldos WM-Karriere 2006 in Deutschland und erstreckte sich über zwei Jahrzehnte der portugiesischen Fußballgeschichte.

Er gewann die EM 2016, zwei Nations-League-Titel und wurde der erfolgreichste männliche Länderspieltorschütze aller Zeiten.

Doch die Weltmeisterschaft blieb ihm verwehrt.

Portugal muss seine zukünftige Identität finden

Portugal tritt nun in einen neuen Zyklus ein, ohne Roberto Martínez, dessen Amtszeit nach der Niederlage gegen Spanien endete.

Das gibt dem Verband einen natürlichen Zeitpunkt, um zu entscheiden, was als Nächstes kommt, nicht nur in Bezug auf den Trainer, sondern auch in Bezug auf Ronaldos Platz.

Ein neuer Trainer mag seine Erfahrung, Führung und Torgefahr immer noch schätzen. Doch die Mannschaft kann die Frage, die sie durch die letzten Turniere begleitet hat, nicht länger vermeiden.

Ist Portugal immer noch Cristiano Ronaldos Team, oder ist es endlich Zeit, etwas anderes zu werden?

Nach Dallas kann diese Frage nicht länger aufgeschoben werden.

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