Fußball

Was passiert, wenn Arsenal und Man City punktgleich abschließen?

Arsenal und Manchester City gehen nahezu gleichauf in die entscheidende Phase der Premier-League-Saison, was die Möglichkeit eröffnet, dass das Titelrennen durch die detailliertesten Tie-Break-Regeln der Liga entschieden wird.

Arsenal steht derzeit mit 70 Punkten an der Tabellenspitze und hat einen knappen Vorsprung bei der Tordifferenz, während City in Schlagdistanz bleibt und noch ein Spiel weniger absolviert hat, wie GiveMeSport berichtet. Da nur noch wenige Spiele ausstehen, könnten selbst kleine Schwankungen bei Ergebnissen oder Torverhältnissen den Ausschlag geben.

Sollten beide Teams punktgleich abschließen, wäre die Tordifferenz das erste Kriterium zur Entscheidung. Angesichts der engen Situation könnte sich dieser Abstand jedoch bis zum Saisonende leicht ausgleichen.

Falls auch die Tordifferenz identisch ist, wird als nächstes die Anzahl der erzielten Tore herangezogen. City hat hier derzeit einen leichten Vorteil mit 65 Treffern gegenüber 63 von Arsenal, wie GiveMeSport berichtet. Dieser Vorsprung ist zwar gering, könnte aber entscheidend werden, wenn beide Teams weiterhin in ähnlichem Tempo gewinnen.

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Darüber hinaus könnte das Titelrennen durch den direkten Vergleich entschieden werden – ein Szenario, das in der Geschichte der Premier League nur selten erforderlich war. Arsenal und City trennten sich im Hinspiel im Emirates Stadium 1:1, doch City gewann das Rückspiel im Etihad Stadium mit 2:1, wobei Erling Haaland den Siegtreffer erzielte.

Dieses Ergebnis könnte noch erhebliches Gewicht bekommen. Nach den Ligaregeln werden zunächst die Punkte aus den direkten Duellen – und falls nötig die Auswärtstore in diesen Spielen – herangezogen, wenn die Teams anhand allgemeiner Kriterien nicht getrennt werden können. In diesem Fall verschafft Citys Sieg ihnen einen möglichen Vorteil, falls alle anderen Faktoren gleich sind.

Auch wenn ein solches Szenario weiterhin unwahrscheinlich ist, zeigt es, wie gering die Unterschiede inzwischen geworden sind. Die Premier League hat schon zuvor knappe Titelentscheidungen erlebt, doch selten drohte ein Rennen so tief in das Tie-Break-System hineinzugehen.

City ist insbesondere mit knappen Entscheidungen vertraut. Unter Pep Guardiola hat der Klub Liverpool zweimal mit nur einem Punkt Vorsprung hinter sich gelassen, in den Spielzeiten 2018/19 und 2021/22. Diese Titel wurden über die Konstanz hinweg über 38 Spiele entschieden und nicht durch sekundäre Kriterien.

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Der nächstliegende Vergleich bleibt die dramatische Saison 2011/12, als City und Manchester United beide mit 89 Punkten abschlossen. Die Mannschaft von Roberto Mancini sicherte sich den Titel aufgrund der besseren Tordifferenz, besiegelt durch Sergio Agüeros Treffer in der Nachspielzeit am letzten Spieltag – einer der ikonischsten Momente der Premier-League-Geschichte.

In dieser Saison könnten die Grenzen jedoch noch weiter ausgelotet werden. Da sowohl Arsenal als auch City zu torreichen Siegen fähig sind, könnten Faktoren wie Offensivstärke und defensive Stabilität ebenso wichtig sein wie die reinen Ergebnisse.

Auch der Spielraum für Fehler ist äußerst gering. Ein einziges Unentschieden, ein spätes Gegentor oder sogar eine vergebene Torchance könnten letztlich darüber entscheiden, wo die Trophäe landet.

Derzeit hat Arsenal noch die Kontrolle, doch Citys Nachholspiel – kombiniert mit ihrem leichten Vorteil bei erzielten Toren und im direkten Vergleich – sorgt dafür, dass das Rennen weiterhin völlig offen ist.

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Im weiteren Saisonverlauf könnte der Titel nicht nur davon abhängen, wer gewinnt, sondern auch davon, wie gewonnen wird.

Quellen: GiveMeSport, Premier-League-Regeln

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.