France Pierron

Französische Fernsehmoderatorin zu Jeremy Doku: „Dafür entschuldige ich mich“

Jeremy Dokus WM-Teilnahme löste eine Debatte über Fußball, Vaterschaft und berufliche Pflichten aus, nachdem eine TV-Moderatorin seine Entscheidung kritisierte.

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Jeremy Dokus Weltmeisterschaft ist in eine breitere Debatte über Fußball, Vaterschaft und die Grenzen der beruflichen Pflicht geraten.

Der belgische Flügelspieler hat erklärt, dass er bei der Geburt seines ersten Kindes dabei sein möchte, auch wenn dies bedeutet, die Nationalmannschaft während des Turniers vorübergehend zu verlassen. Seine Frau Shireen erwartet das Kind in der zweiten Juliwoche, ein Zeitraum, der sich mit den späteren K.o.-Runden überschneiden könnte, falls Belgien weiterkommt.

Das Thema wurde zu einer Kontroverse, nachdem die französische Fernsehmoderatorin France Pierron auf L’Équipe Kommentare dazu abgegeben hatte. Laut TV 2 Sport entschuldigte sich Pierron später, nachdem ihre Äußerungen zu Dokus Situation einen Aufschrei ausgelöst hatten.

Eine private Entscheidung wird zum öffentlichen Streit

Doku, 24, hatte offen über die Möglichkeit gesprochen, das belgische Trainingslager zu verlassen, falls der Zeitpunkt der Geburt dies erforderlich machen sollte. Laut The Athletic und The New York Times sagte der Spieler von Manchester City: „Wenn Sie mich fragen, was ich will, ist meine Antwort, dass niemand die Geburt seines ersten Kindes verpassen möchte. Aber ich weiß auch, dass der Fußball viele andere Überlegungen mit sich bringt.“

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Dieses Gleichgewicht zwischen einer Weltmeisterschaft und einem ersten Kind wurde schnell zu einem Thema im französischen Fernsehen.

Pierron kritisierte die Vorstellung, dass Doku das Turnier verlassen würde, und argumentierte, dass die Rolle eines Vaters während der Geburt begrenzt sei. Ihre Kommentare wurden weithin verurteilt, wobei Kritiker ihr vorwarfen, einen zutiefst persönlichen Moment zu verharmlosen und die Vaterschaft auf eine Nebenrolle zu reduzieren.

Pierron entschuldigt sich nach Gegenwind

Nach der Kritik veröffentlichte Pierron eine Entschuldigung in den sozialen Medien. Sie sagte, ihre Äußerungen seien im Rahmen einer Debatte gemacht worden und stellten keine kollektive Position dar.

„Ich verstehe, dass sie einige von Ihnen schockiert, verletzt oder beleidigt haben könnten. Dafür entschuldige ich mich“, schrieb sie. „Es war nie meine Absicht, den Platz oder die Rolle von Vätern an der Seite ihrer Partnerin und ihres Kindes zu minimieren oder zu unterschätzen.“

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Die Entschuldigung beendete die Diskussion nicht, verlagerte den Fokus jedoch von Doku selbst auf eine breitere Frage: Wie viel sollten Spitzensportler während der größten Turniere ihrer Karriere opfern müssen?

Unterstützung für Doku

Doku hat Unterstützung von mehreren Stimmen im und um den Sport erhalten. Der ehemalige olympische Boxchampion Brahim Asloum gehörte zu denen, die das Recht des Spielers verteidigten, die Geburt seines Kindes zu priorisieren, und argumentierte, dass ein solcher Moment nicht wiederholt werden könne.

Für Belgien ist die Angelegenheit auch praktisch. Fällt die Geburt mit einem K.o.-Spiel zusammen, muss der Verband Dokus vorübergehende Abreise und mögliche Rückkehr managen. Berichte aus Belgien deuten darauf hin, dass bei Bedarf Reisearrangements getroffen werden könnten.

Dokuss unmittelbare Abwesenheit vom Spiel Belgiens gegen den Iran war jedoch nicht mit der Geburt verbunden. Er wurde wegen Krankheit ausgeschlossen, wobei Berichte das Problem als Atemwegsinfektion beschrieben.

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Belgien wartet auf und neben dem Platz

Doku spielte beim 1:1-Unentschieden Belgiens gegen Ägypten, doch der breitere Fokus um ihn herum hat sich seitdem über den Fußball hinaus verlagert. Seine Situation ist zu einer der menschlicheren Geschichten des Turniers geworden: ein Spieler, der versucht, seinem Land zu dienen, während er sich auf die Geburt seines ersten Kindes vorbereitet.

Die Debatte hat auch eine alte Spannung im Spitzensport offengelegt. Weltmeisterschaften sind selten, Karrieren kurz und Spieler werden für jede Entscheidung hart beurteilt. Aber familiäre Meilensteine warten nicht auf Spielpläne.

Für Doku könnte die Entscheidung bald mehr als nur theoretisch werden. Bleibt Belgien im Turnier, wenn das Baby kommt, muss er wählen, wie er seine Zeit zwischen der größten Fußballbühne und den ersten Tagen der Vaterschaft aufteilt.

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