Ferraris Saison hat nicht nur auf der Strecke, sondern auch im Entwicklungsrennen an Fahrt aufgenommen.
Das italienische Team ist wiederholt mit neuen Teilen für seinen SF-26 zu den Rennwochenenden angereist, was nach dem Großen Preis von Österreich für Überraschung bei Mercedes-Teamchef Toto Wolff sorgte.
Seine Kommentare waren keine Anschuldigung eines Fehlverhaltens. Aber sie unterstrichen eine wachsende Frage im Fahrerlager: Wie viel Entwicklung können sich Teams unter der Budgetobergrenze der Formel 1 wirklich leisten?
Wolff wirft die Frage auf
Laut Motorsport.com brachte Ferrari eine neue Motorspezifikation sowie überarbeitete Frontflügelelemente und mehrere Testteile nach Österreich.
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Dies folgte auf frühere aerodynamische Änderungen, die in Miami und Barcelona eingeführt wurden, sowie kleinere Überarbeitungen in Bereichen wie Flügelendplatten und Unterbodenkanten.
„Wir sind ein wenig überrascht, dass Ferrari diese riesigen Updates so an das Auto bringen kann, wie sie es tun“, sagte Wolff.
Der Mercedes-Chef wies auch auf den Kontrast zum Ansatz seines eigenen Teams hin. Mercedes führte in Montreal ein großes Chassis-Update ein, war aber ansonsten vorsichtiger mit neuen Teilen.
Ferrari bleibt am Ball
Ferraris SF-26 wurde im Laufe der Saison mehrfach umgestaltet.
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Eine der bemerkenswertesten Innovationen des Teams war der sogenannte Macarena-Flügel, ein Heckflügelkonzept, bei dem sich die obere Ebene dreht, wenn der Straight Line Mode aktiviert wird.
Ferrari war auch auf der Motorenseite aktiv. Der Zeitpunkt dieser Entwicklungen hat aufgrund des Systems der FIA für zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten, bekannt als ADUO, Aufmerksamkeit erregt.
Dieses System soll Motorenherstellern helfen, deren Verbrennungsmotoren als unter einem Leistungsmaßstab liegend eingestuft werden. Es kann zusätzliche Prüfstandzeit, Budgetentlastung und die Erlaubnis zur Änderung von Teilen bieten, die sonst eingefroren wären.
Ferrari und Audi sollen jedoch fast unmittelbar nach Inkrafttreten des Systems Entwicklungen bereit gehabt haben.
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Die Kostenobergrenze erhöht den Druck
Die Budgetobergrenze der Formel 1 wurde eingeführt, um die größten Teams daran zu hindern, grenzenlos Geld auszugeben.
Sie hat das Entwicklungsrennen verändert. Teams können nicht länger einfach unendlich viele Teile herstellen, private Tests durchführen und auf dem finanziellen Niveau agieren, das einst die reichsten Teams des Sports definierte.
Deshalb hat Ferraris Tempo bei den Upgrades Aufmerksamkeit erregt.
Wolff deutete an, dass die Logik Ferrari irgendwann dazu zwingen müsste, langsamer zu werden, wenn die gleiche Entwicklungsrate anhält.
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„Die Einzigen, die nicht langsamer werden, sind Ferrari“, sagte er.
Mercedes ist nicht das einzige Team, das einen selektiveren Ansatz verfolgt. Williams hat klargestellt, dass die Kostenobergrenze beeinflusst, wann Teile ersetzt werden können. Aston Martin plant Berichten zufolge ein größeres Update um die Sommerpause herum, während McLaren bisher kleinere Entwicklungen eingeführt hat, während sie ihre eigene Version des Macarena-Flügels vorbereiten.
Eine Frage im Fahrerlager, kein Urteil
Wolffs Bemerkungen sollten eher als Herausforderung denn als formelle Beschwerde verstanden werden.
Ferrari wurde nicht vorgeworfen, die Budgetobergrenze verletzt zu haben, und es gibt keine öffentliche Feststellung, dass das Team gegen Regeln verstoßen hat.
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Dennoch zeigen die Kommentare, wie sensibel die Entwicklungs-Schlacht der Formel 1 geworden ist. In einer Ära der Kostenobergrenze birgt jeder neue Flügel, jede Unterbodenkante oder jeder Motorwechsel sowohl eine finanzielle als auch eine Leistungsfrage.
Ferraris Upgrades haben sie zu einem der meistbeobachteten Teams im Fahrerlager gemacht. Wolffs Botschaft ist, dass Mercedes seine Entwicklungsbudgets nicht auf die gleiche Weise ausgeben kann oder will.
Vorerst verändert sich Ferraris Auto weiter. Mercedes beobachtet genau.



