Der ehemalige US-Nationalspieler Alexi Lalas hat eine hitzige Debatte über die VAR-Konsistenz bei der Weltmeisterschaft entfacht, nachdem USMNT-Stürmer Folarin Balogun eine umstrittene Rote Karte erhalten hatte. Lalas‘ viraler Tweet zog einen direkten Vergleich zwischen Baloguns Platzverweis und einem unbestraften Vorfall mit dem argentinischen Superstar Lionel Messi zu Beginn des Turniers und stellte die wahrgenommenen Doppelstandards bei der Schiedsrichterleistung in Frage.
Balogun wurde am Mittwoch während des 2:0-Sieges der USMNT gegen Bosnien-Herzegowina des Feldes verwiesen, nachdem eine VAR-Überprüfung wegen eines Fouls an Verteidiger Tarik Muharemovic stattgefunden hatte. Die Entscheidung, die ein ungenannter VAR-Experte Berichten zufolge als „kein Rotwürdiges Vergehen“ einstufte, stieß auf breite Kritik. Es gibt auch Behauptungen, dass während des Überprüfungsprozesses ein VAR-Protokoll verletzt wurde.
Die Auswirkungen für die USMNT sind erheblich. Balogun, der mit drei Toren derzeit der Top-Torschütze der USA bei der diesjährigen Weltmeisterschaft ist, wird nun das entscheidende Achtelfinalspiel gegen Belgien verpassen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass die FIFA Baloguns Strafe verlängern könnte, sollte die USMNT im Wettbewerb weiter vorrücken.
USMNT-Cheftrainer Mauricio Pochettino äußerte seine Frustration über die Entscheidung. „Es ist eine normale Aktion im Fußball, die versehentlich passiert ist. Es ist nie absichtlich. Deshalb ist es für mich niemals eine Rote Karte“, erklärte Pochettino laut GiveMeSport.
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Eine Geschichte zweier Vorfälle: Messi und die VAR-Debatte
Lalas, der zwischen 1991 und 1998 96 Länderspiele für die Vereinigten Staaten bestritt, nutzte die sozialen Medien, um eine klare Inkonsistenz hervorzuheben. Sein Tweet, einfach mit „‘Sup“ betitelt, enthielt einen Clip von Baloguns Foul zusammen mit einem ähnlichen Foul von Lionel Messi während Argentiniens Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft gegen Algerien. In diesem Fall entging Messi einer Bestrafung für ein Foul am algerischen Verteidiger Aissa Mandi, eine Entscheidung, die viele Fans und Experten als Rotwürdig erachteten und die bemerkenswerterweise nicht vom VAR überprüft wurde. Messi führt derzeit zusammen mit Frankreichs Kylian Mbappé das Rennen um den Goldenen Schuh der Weltmeisterschaft an, beide mit sechs Toren.
Als FOX Sports-Experte nahm Lalas kein Blatt vor den Mund bezüglich Baloguns Platzverweis. „Das ist keine Rote Karte. Ich verstehe, dass es im Moment schlimm aussieht, und wenn man es im Video sieht, sieht es schlimm aus. Aber man muss ein Gefühl und Verständnis dafür haben, was passiert. Ich hielt es für eine beschissene Entscheidung“, sagte er. Dann zog er den direkten Vergleich: „Man muss sagen, wenn er Messi hieße, wie wir es bereits im Turnier gesehen haben, wäre er immer noch auf dem Feld und könnte am Montag in Seattle spielen.“
Die offizielle Erklärung für die unterschiedlichen Entscheidungen ist, dass Baloguns Foul als „schweres Foul“ eingestuft wurde, während Messis Foul nicht auf die gleiche Weise wahrgenommen wurde. Diese Unterscheidung hat jedoch wenig dazu beigetragen, die Debatte unter Fans und ehemaligen Spielern zu beruhigen. Der ehemalige US-Nationalspieler Taylor Twellman stellte die FIFA ebenfalls direkt zur Rede wegen des fehlenden VAR-Reviews bei Messis Foul und unterstrich damit die wachsende Frustration über die Anwendung von Technologie und Regeln in wichtigen Spielen.
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