Bjarne Riis hat zugegeben, dass er Team Visma | Lease a Bike vor dem Start der Tour de France unterschätzt hat.
Der ehemalige Tour-Sieger und Teamchef zeigte sich überrascht von der Auftaktleistung des niederländischen Teams, wobei Jonas Vingegaard und seine Teamkollegen eine Vorstellung lieferten, die Riis als nahezu perfekt bezeichnete.
Laut TV 2 Sport äußerte sich Riis im Feltet-Podcast „Riis i feltet“, wo er nach dem Auftakt-Mannschaftszeitfahren sowohl die kollektive Stärke des Teams als auch Vingegaards individuelles Niveau lobte.
Visma beweist Riis das Gegenteil
Visma startete das Rennen ohne zwei ihrer bekanntesten Leistungsträger, Wout van Aert und Christophe Laporte.
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Diese Abwesenheit hatte Riis‘ Erwartungen geprägt. Er sah das Team nicht als einen der offensichtlichen Favoriten, um den frühen Test zu dominieren, insbesondere gegen Mannschaften, die mit Zeitfahrspezialisten gespickt waren.
Doch die Leistung in Barcelona zwang ihn zum Umdenken.
„Sie lieferten ein nahezu perfektes Mannschaftszeitfahren ab. Ich bin etwas überrascht. Ich hatte nicht ganz erwartet, dass sie ganz oben mitspielen würden. Ich hatte sie eher als Außenseiter eingeschätzt“, so Riis laut TV 2 Sport.
Dann ging er in seinem Lob noch weiter.
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„Aber ich muss mich verneigen und meinen Hut vor Visma ziehen, denn wow… das war eine ziemliche Rakete, die sie da gerade abgefeuert haben. Das perfekte Mannschaftszeitfahren. Das Timing… Wow, wie ihre großen Motoren geliefert haben. Ohne Van Aert und Laporte dachte ich: ‚Wie stark können die anderen fahren?‘ Ich kann Ihnen versichern, sie haben geliefert.“
Vingegaard erobert Gelb nach Statement in Barcelona
Das Ergebnis bescherte Vingegaard auch den perfekten Start in seine Tour-Kampagne.
Laut Cycling Weekly gewann Visma das 19,6 Kilometer lange Mannschaftszeitfahren in 21 Minuten und 47 Sekunden, womit Vingegaard das erste Gelbe Trikot des Rennens eroberte.
Netcompany Ineos beendete das Rennen acht Sekunden dahinter, während Tadej Pogačars UAE Team Emirates-XRG mit zwölf Sekunden Rückstand ins Ziel kam.
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Derselbe Bericht beschrieb, wie Davide Piganzoli und Matteo Jorgenson Vingegaard in den letzten Abschnitt führten, bevor der Däne die Fahrt am Anstieg zur Ziellinie beendete.
Für Riis war dieses Detail wichtig. Er sah nicht nur ein starkes Team. Er sah einen Vingegaard, der bereits in der Lage schien, das Rennen zu gestalten.
Eine herausragende Einzelleistung
Riis hob auch Vingegaards eigene Leistung hervor und nannte sie „herausragend“.
Diese Einschätzung passt zum Gesamtbild der Auftaktetappe. Laut The Guardian eroberte Vingegaard sein erstes Gelbes Trikot seit 2023, nachdem er Visma in Barcelona zum Sieg geführt hatte.
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Die Etappe verschaffte dem Dänen einen frühen Vorteil gegenüber Pogačar, diente aber auch als Statement nach mehreren schwierigen Jahren.
Vingegaard selbst war vorsichtig, die Bedeutung eines einzelnen Tages nicht zu überbewerten. Dennoch änderte sich der Ton um sein Team schnell.
Vor dem Rennen waren Fragen aufgeworfen worden, ob Visma genug Unterstützung für ihn hätte. Nach dem Mannschaftszeitfahren sprach Riis nicht mehr von Schwäche.
Ein Warnschuss bei der Tour
Vismas Start entscheidet die Tour de France nicht, aber er verändert die frühe Stimmung des Rennens.
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Das Team trat ohne Van Aert und Laporte an und lieferte dennoch eine der überzeugendsten Leistungen des Eröffnungswochenendes ab. Laut CyclingUpToDate fiel Van Aert aufgrund von Verletzungs- und Fitnessproblemen aus, während Laporte ebenfalls nicht zur Verfügung stand.
Das machte die Fahrt noch beeindruckender.
Für Riis war die Botschaft klar. Visma überlebte nicht nur ohne zwei große Namen. Sie funktionierten bereits auf einem Niveau, das sie zum zu schlagenden Team machen könnte.
Vingegaard hat nun das Gelbe Trikot, einen frühen Zeitvorsprung und, vielleicht ebenso wichtig, eine Teamleistung, die eine der prominentesten Stimmen des dänischen Radsports gezwungen hat, ihre Chancen neu zu bewerten.



