Didier Deschamps

„Ich habe die Beherrschung verloren“: Deschamps greift nach Eklat bei Frankreich-Paraguay ein

Nach dem hitzigen WM-Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay musste Didier Deschamps eingreifen, um eine Eskalation zwischen den Spielern zu verhindern.

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Frankreichs Sieg über Paraguay endete nicht ruhig.

Nach einem angespannten und körperbetonten Achtelfinalspiel der Weltmeisterschaft in Philadelphia gerieten Spieler beider Teams in der Nähe des Mittelkreises in einen hitzigen Austausch. Didier Deschamps schritt daraufhin ein und führte seine französischen Spieler von der Konfrontation weg, bevor die Situation weiter eskalieren konnte.

Der Vorfall ereignete sich nach einem Spiel, das bereits von harten Zweikämpfen, Frustration und Kritik an der Schiedsrichterleistung geprägt war.

Laut AP, via The Washington Post, begann der Eklat, als Paraguays Torhüter Orlando Gill nach dem Schlusspfiff versuchte, Kylian Mbappé die Hand zu schütteln. Mbappé ging jedoch weiter, woraufhin Gill dem französischen Kapitän den Ball auf den Rücken warf.

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Gill räumt Wut nach Mbappé-Abfuhr ein

Gill erklärte später seine Reaktion.

„Ich habe versucht, ihm die Hand zu geben, aber da er mir keine Beachtung schenkte, habe ich die Beherrschung verloren“, sagte er.

Er fügte hinzu: „Aber das war auch alles, was ich getan habe; danach habe ich mich wieder beruhigt.“

Der Moment fasste die Stimmung eines Spiels zusammen, das sich selten unter Kontrolle anfühlte. Paraguay hatte versucht, Frankreich durchweg zu verunsichern, wobei Mbappé immer wieder gezogen, geblockt und attackiert wurde, während die südamerikanische Mannschaft versuchte, die Favoriten in einen Kampf zu verwickeln.

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Frankreich setzte sich letztendlich durch, aber nicht ohne Irritationen.

Laut Fox Sports beging Paraguay 12 Fouls und erhielt keine gelben Karten, während Frankreich drei Verwarnungen bekam.

Deschamps handelt schnell

Dieser Kontext machte die Konfrontation nach dem Spiel für Frankreich gefährlicher.

Angesichts eines bevorstehenden Viertelfinals gegen Marokko hätte jeder weitere disziplinarische Ärger kostspielig werden können. Deschamps handelte daher schnell, ging auf seine Spieler zu und lenkte sie von der Auseinandersetzung weg.

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Laut TV 2 Sport musste der französische Trainer nach einem Spiel voller Provokationen und „schmutziger Tricks“ erneut eine aktive Rolle bei der Beruhigung seines Kaders übernehmen.

Es war keine taktische Intervention, aber sie war wichtig.

Im K.-o.-Fußball kann eine gelbe oder rote Karte nach dem Schlusspfiff echte Konsequenzen haben. Deschamps schien entschlossen, die Frustration einer schwierigen Nacht nicht in Sperren oder unnötige Disziplinarverfahren münden zu lassen.

Frankreich setzt auf Kampf statt Eleganz

Frankreich spielte nicht seinen flüssigsten Fußball, fand aber einen Weg zum Erfolg.

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Mbappé erzielte in der 70. Minute per Elfmeter das einzige Tor des Spiels und führte Frankreich zum vierten Mal in Folge ins WM-Viertelfinale.

Danach machte der Kapitän deutlich, dass Frankreich genau diese Art von Spiel erwartet hatte.

„Wir wussten, was für ein Spiel das werden würde“, sagte Mbappé.

„Wir können uns auch die Hände schmutzig machen, wir wissen, wie das geht. Wir wissen, wie man hässlichen Fußball spielt. Ich schätze, sie dachten, wir würden in Smokings auftauchen, aber wir waren bereit.“

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Es war eine aufschlussreiche Aussage von einem Spieler, der normalerweise mit Schnelligkeit, Eleganz und Abschlussstärke assoziiert wird. Gegen Paraguay musste Frankreich etwas anderes zeigen.

Eine Warnung vor Marokko

Deschamps wird über das Ergebnis erleichtert sein, aber das Spiel gab ihm auch viel zu bewältigen.

Frankreich wurde in einen Kampf voller Fouls, Provokationen und Emotionen hineingezogen. Sie überstanden ihn, aber die Szenen nach dem Schlusspfiff zeigten, wie nah der Abend daran war, völlig überzukochen.

Laut Le Monde war Frankreichs knapper Sieg von wiederholten Provokationen und Wut über die mangelnde Bestrafung für Paraguays körperbetonte Spielweise geprägt.

Das wird Teil der Lektion vor Marokko sein.

Frankreich ist weiter, Mbappé hat erneut getroffen, und Deschamps‘ Mannschaft bleibt im Turnier. Doch nach dem Schlusspfiff in Philadelphia war die wichtigste Aufgabe des Trainers nicht das Feiern.

Es war Zurückhaltung.

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