Ägyptens Traum vom ersten WM-Viertelfinale wurde auf brutale Weise zunichtegemacht, als Argentinien einen Zwei-Tore-Rückstand aufholte, mit 3:2 gewann und damit seine Titelverteidigung am Leben hielt.
Einen Großteil des Abends waren die Pharaonen auf dem Weg zu einer der größten WM-Überraschungen. Yasser Ibrahim hatte Ägypten in Führung gebracht, Mostafa Ziko erhöhte später auf 2:0, und Argentinien schien dem Ausscheiden nahe, nachdem Lionel Messi in der ersten Halbzeit einen Elfmeter verschossen hatte.
Doch die Schlussphase änderte alles. Cristian Romero verkürzte in der 79. Minute, Messi glich vier Minuten später aus, und Enzo Fernández köpfte in der Nachspielzeit den Siegtreffer.
Laut GiveMeSport war Ziko nach dem Spiel wütend und warf dem Turnier vor, zugunsten Argentiniens manipuliert zu sein.
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Ziko erhebt Vorwürfe gegen Offizielle nach VAR-Kontroverse
Ägyptens Wut konzentrierte sich auf einen Moment in der zweiten Halbzeit, der das Spiel komplett hätte verändern können.
Als Ägypten mit 1:0 führte, glaubte Ziko, nach einem schnellen Konter erneut getroffen zu haben, doch das Tor wurde nach einer VAR-Überprüfung annulliert. Die Entscheidung fiel wegen eines Fouls an Lisandro Martínez im Spielaufbau, lange bevor der Ball Ziko erreichte.
Die Entscheidung erwies sich als entscheidend. Ägypten ging zwar später durch Ziko mit 2:0 in Führung, doch sie waren der Meinung, dass ihnen das annullierte Tor die Chance auf eine souveräne Führung gegen den amtierenden Weltmeister verwehrt hatte.
Nach dem Schlusspfiff verbarg Ziko seine Wut nicht.
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„Herzlichen Glückwunsch an Argentinien zur Weltmeisterschaft; das Turnier war manipuliert, sie brauchten nichts anderes“, sagte er.
„Der Schiedsrichter war unfair. Zu keinem Zeitpunkt dachten wir, dass das Spiel bereits entschieden war. Wir wussten, dass wir es mit dem amtierenden Weltmeister zu tun hatten.“
Ziko betonte auch, dass Ägypten eine Niederlage anders akzeptiert hätte, wenn Argentinien ohne Kontroversen gewonnen hätte.
„Schon vor Spielbeginn wussten wir, dass wir es mit einer sehr starken Mannschaft und einem der Titelfavoriten zu tun haben würden“, sagte er.
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„Aber wenn sie ausschließlich aufgrund ihrer eigenen Verdienste gewonnen hätten, wäre es für uns ganz anders gewesen.“
„Er verschwendet die Anstrengungen einer ganzen Nation“
Zikos schärfste Worte fielen, als er den Offiziellen vorwarf, die Arbeit Ägyptens zunichtezumachen.
„Gott genügt mir und ist der beste Lenker der Angelegenheiten. Er verschwendet die Anstrengungen einer ganzen Nation. Der Pokal wird Argentinien zugesprochen“, fügte er hinzu.
Zitiert von HITC, sagte Ziko auch: „Der Schiedsrichter ist unfair, Gott genügt mir und ist der beste Lenker der Angelegenheiten. Er verschwendet die Anstrengungen einer ganzen Nation.“
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Die Kommentare folgten auf ein Spiel, in dem Ägypten auch ein spätes Foul vor Argentiniens Siegtreffer reklamierte. Der Schiedsrichter ließ das Spiel weiterlaufen, und Fernández traf kurz darauf.
Für Ägypten war es zu viel, um es zu akzeptieren. Für Argentinien war es eine weitere Rettung in einem Turnier, das die Champions bereits wiederholt auf die Probe gestellt hat.
Argentinien übersteht eine weitere große Schrecksekunde
Wie The Guardian berichtete, beschuldigte Ägyptens Trainer Hossam Hassan nach der Niederlage ebenfalls die FIFA und die Offiziellen und sagte, seine Mannschaft habe „eine Ungerechtigkeit erlitten“.
Hassan behauptete, Ägypten sei das bessere Team gewesen und deutete an, dass es den Wunsch gab, Messi und Argentinien im Turnier zu halten.
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Argentinien feierte derweil eine weitere knappe Rettung. Messi schien nach seinem verschossenen Elfmeter einem schmerzhaften Ende seiner möglicherweise letzten Weltmeisterschaft entgegenzusehen, doch er reagierte, indem er Romero zum Tor verhalf, bevor er selbst traf.
Wie The Associated Press berichtete, wird Argentinien nun im Viertelfinale auf die Schweiz treffen, nachdem sie eines der dramatischsten Comebacks des Turniers vollendet haben.
Ägypten scheidet aus, die Geschichte zum Greifen nah
Für Ägypten war die Niederlage nicht nur wegen der Art des Comebacks verheerend, sondern auch wegen dessen, was auf dem Spiel stand.
Ein Sieg hätte die Pharaonen zum ersten Mal ins WM-Viertelfinale gebracht. Stattdessen endete ihre Kampagne im Achtelfinale, wobei Zikos Tor, die VAR-Entscheidung und Argentiniens später Siegtreffer wahrscheinlich noch lange nach dem Schlusspfiff diskutiert werden.
Argentinien zieht weiter. Ägypten fährt nach Hause. Doch die Kontroverse um Zikos Worte hat dafür gesorgt, dass dieses Spiel weit über das Ergebnis hinaus in Erinnerung bleiben wird.



