Lionel Messi vollendete in der 26. Minute, lief ein paar Schritte zurück in Richtung des eigenen Tores, blieb stehen, blickte nach oben und zeigte zum Himmel. Es war das erste Tor, das er seit dem Tod seines Vaters am 8. August in Rosario erzielt hatte, und der Finger zum Himmel galt ihm.
Er hatte den Raum gefunden, den sonst niemand sah. Kai Wagner hatte ihn nahe der Grundlinie gestellt. Messi zog aus rund elf Metern mit dem linken Fuß nach innen und zirkelte den Ball an Torhüter Andre Blake vorbei, der Abschluss brachte Inter Miami mit 2:1 in Führung.
Die Partie endete 2:2. Philadelphias Verteidiger Neil Pierre köpfte die Gastgeber in der 58. Minute zum Ausgleich, und die Nachspielzeit endete in einem Gerangel, das Miamis Yannick Bright und Philadelphias Cavan Sullivan die Rote Karte einbrachte.
Der Brief, den Messi an seinen Vater schrieb
Jorge Messi starb am 8. August im Alter von 68 Jahren nach langer Krankheit in einer Klinik in Rosario. Er war jahrelang der Berater seines Sohnes gewesen und, wie Lionel Messi zuvor gesagt hat, der Mann, den er nach jedem Spiel um sein Urteil bat. Am Tag darauf fand in der Nähe von Rosario eine private Trauerfeier statt, bei der auch argentinische Nationalmannschaftskollegen unter den Trauergästen waren.
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Inter Miami gewährte dem 39-Jährigen am 11. August eine unbefristete Auszeit, ohne festes Rückkehrdatum.
Zwei Tage später teilte Messi auf Instagram einen offenen Brief an seinen Vater.
„Ich weiß nicht, was ich ohne dich tun werde. Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll“, schrieb er.
„Ich habe nur Fußball gespielt, und jetzt habe ich viele Zweifel, ob ich das noch lange weitermachen werde“, fügte er später in dem Brief hinzu.
Kurz darauf stand er wieder im Kader von Miami. In seinen ersten beiden Spielen nach der Rückkehr traf er nicht.
Vassilev, Pintér, Pierre
Indiana Vassilev hatte Philadelphia in der 11. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, wobei das 16-jährige Eigengewächs Cavan Sullivan die Vorvorlage beisteuerte. Dániel Pintér glich für Miami aus, ehe Messi das Führungstor erzielte, und Pierres Kopfball brachte die Gastgeber zurück zum 2:2.
Der Treffer entlockte auch dem Mann auf der anderen Trainerbank eine Würdigung. Union-Interimstrainer Ryan Richter wurde im Anschluss darauf angesprochen.
„Ich weiß nicht, wie er das aus seinen Füßen holt, um den Abschluss zu finden, aber genau deshalb ist er der beste Spieler aller Zeiten“, sagte Richter.
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Für Miami war das Tor in der 26. Minute Messis 13. Saisontor in der MLS und hält ihn im Rennen um den Golden Boot hinter FC-Dallas-Angreifer Petar Musa. Durch das Unentschieden wartet Miami seit vier Ligaspielen auf einen Sieg.
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