Aneesah Morrow

„Ich habe keine andere Lösung“: Toronto gehen die Spielerinnen aus

Das WNBA-Expansionsteam Toronto Tempo verliert Brittney Sykes und Aneesah Morrow für den Rest der Saison. Die Liga erlaubt derzeit nicht einmal die Verpflichtung eines Ersatzes.

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Toronto Tempo hat endlich eine Serie von zwölf Niederlagen beendet. Trotzdem wurde der 82:79-Erfolg gegen Portland zum möglicherweise bittersten Sieg der gesamten ersten WNBA-Saison des Klubs.

Brittney Sykes verletzte sich am linken Fuß, Aneesah Morrow am linken Knie. Beide Spielerinnen werden in den verbleibenden Saisonspielen nicht mehr zur Verfügung stehen.

„Ich habe keine andere Lösung“, erklärte Trainerin Sandy Brondello über ihre inzwischen extrem begrenzten Aufstellungsmöglichkeiten. Ihre Aussagen wurden von Sportsnet veröffentlicht.

Sykes spielte nur 91 Sekunden

Für Sykes war die Rückkehr besonders kurz. Sie stand gegen Portland lediglich eine Minute und 31 Sekunden auf dem Feld, bevor sie mit einer Fußverletzung ausschied.

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Die 32-Jährige hatte zuvor bereits acht Wochen wegen einer Verletzung an der Plantarfaszie im linken Fuß gefehlt. Das Portland-Spiel war erst ihr zweiter Einsatz nach der langen Pause.

Vor ihrer ersten Verletzung hatte Sykes durchschnittlich 18,6 Punkte erzielt und sich erstmals in ihrer Karriere für das WNBA All-Star Game qualifiziert.

Morrow verletzte sich im zweiten Viertel unter dem Korb, als sie mit Portland-Spielerin Emily Engstler zusammenprallte. Die Forward-Spielerin blieb mehrere Minuten auf dem Boden liegen und musste unter Tränen vom Feld getragen werden.

Laut SB Nation benötigen beide Spielerinnen keine Operation. Ihre Verletzungen reichen dennoch aus, um ihre Saison vorzeitig zu beenden.

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Die Verletztenliste wird immer länger

Toronto hatte Morrow erst am 31. Juli von den Connecticut Sun verpflichtet. In sieben Spielen für das Expansionsteam kam sie auf 9,3 Punkte und 6,6 Rebounds im Durchschnitt.

In der offiziellen Mitteilung zum Transfer bezeichnete Toronto die frühere Nummer sieben des WNBA-Drafts als wichtige Verstärkung für den Frontcourt.

Inzwischen fehlen dem Team nicht nur Sykes und Morrow. Marina Mabrey laboriert an Adduktorenproblemen, Maria Conde und Nyara Sabally sind ebenfalls verletzt.

Für die 78:88-Niederlage gegen die Las Vegas Aces standen Brondello lediglich acht Spielerinnen zur Verfügung. Als Julie Allemand nach einem Sturz auf den Kopf nicht weiterspielen konnte, reduzierte sich die Auswahl auf sieben.

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Kein Anspruch auf einen weiteren Ersatz

Trotz der außergewöhnlichen Situation darf Toronto derzeit keinen weiteren Hardship-Vertrag vergeben.

Der Grund liegt im erwarteten Zeitpunkt der Genesung. Die verletzten Spielerinnen werden zwar nicht rechtzeitig für Torontos letztes Saisonspiel am 24. September zurückkehren. Sie könnten medizinisch jedoch noch vor dem Ende der WNBA-Playoffs freigegeben werden.

Deshalb erfüllt das Team nach der Auslegung der Liga nicht die Voraussetzungen für eine zusätzliche Verpflichtung. Für Toronto entsteht dadurch ein Paradox: Die Spielerinnen verpassen alle verbleibenden Partien des Klubs, gelten für die Sonderregel aber nicht lange genug als verletzt.

Torontos erste Saison endet im Überlebensmodus

Toronto startete mit einer ausgeglichenen Bilanz von 9:9 überraschend konkurrenzfähig in seine Premierensaison. Seitdem ist das Team auf 11:26 abgestürzt.

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Die Verletzungen haben Brondello gezwungen, Formationen einzusetzen, die unter normalen Umständen kaum gemeinsam auf dem Feld stehen würden. Gleichzeitig muss sie verhindern, dass die wenigen gesunden Spielerinnen durch zu hohe Einsatzzeiten ebenfalls ausfallen.

Der Erfolg gegen Portland beendete die längste Niederlagenserie der Klubgeschichte. Durch die Verletzungen von Sykes und Morrow wurde der Sieg jedoch zu einem weiteren Wendepunkt in einer Saison, in der Toronto kaum noch ausreichend Spielerinnen besitzt, um seine verbleibenden Aufgaben zu bewältigen.

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