Financial analysts: Why Everton stadium is worth £1bn

Finanzanalysten: Warum das Everton-Stadion 1 Milliarde Pfund wert ist

Stefan Borson hat gegenüber Football Insider die Mechanik hinter einer 1-Milliarden-Pfund-Bewertung von Everton erläutert und argumentiert, dass das neue Hill Dickinson Stadium und ein sauberes Vertragswerk die Zahl für The…

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Die Milliarden-Pfund-Schlagzeile ist kein Slogan. Sie ist ein Bündel von Vermögenswerten.

So legt es der Finanzanalyst Stefan Borson in einem Interview mit Football Insider dar. Sein Ausgangspunkt ist, wofür ein Käufer tatsächlich bezahlen würde, und das Rückgrat der Antwort ist das neue Stadion am Bramley-Moore Dock. Borson stellte ein 1-Milliarden-Pfund-Ticket als den Erwerb „eines der geschichtsträchtigsten Klubs des Landes“ dar, zusammen mit einem brandneuen Stadion und, wie er es formulierte, „begrenzten Verbindlichkeiten aus vertraglicher Sicht“.

Das 52.769 Zuschauer fassende Hill Dickinson Stadium am Bramley-Moore Dock trug am 24. August 2025 sein erstes Premier-League-Spiel aus und beendete damit 133 Jahre im Goodison Park. Es generiert Spieltageinnahmen in einer ganz anderen Größenordnung als das alte Stadion und ist, entscheidend für einen Käufer, bereits gebaut und Teil der Eigentümergesellschaft.

Ein Vertragswerk ohne Altlasten

Borsons zweites Argument dreht sich darum, was ein Käufer nicht erben würde. Everton hat unter dem Druck der Profitabilitäts- und Nachhaltigkeitsregeln jahrelang Gehälter gekürzt und langfristige Verträge abgebaut, und dieser Aufräumprozess spielt nun dem Verkäufer in die Karten. Im selben Football-Insider-Interview wies er darauf hin, dass ein Käufer nicht in ein fremdes Portfolio überdimensionierter Langzeitverträge einsteigen würde, und bezeichnete den Klub als attraktiv, als eine Institution, die bereit sei, in ihre nächste Phase überzugehen.

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The Friedkin Group schloss ihre Übernahme am 19. Dezember 2024 ab und erwarb dabei die 94,1-prozentige Beteiligung von Farhad Moshiri im Rahmen eines von der Premier League bestätigten Anteils von 98,8 Prozent. Britische Medien beziffern die Schlagzeilensumme auf über 400 Millionen Pfund. Eine Realisierung von 1 Milliarde Pfund würde diese Investition innerhalb von zwei Jahren annähernd verdoppeln, eine Rendite, die Borson in früheren Aussagen gegenüber Football Insider gesondert auf einen Unternehmenswert taxiert hat, der den Eigentümern „wohl etwa das Doppelte dessen einbringt, was sie bezahlt haben“.

Der makroökonomische Vorbehalt

Borson gibt nicht vor, das Geld liege bereits auf dem Tisch. Seine eigene Einordnung ist an Bedingungen geknüpft.

„Die Wirtschaftslage und die Zinsen sind dafür nicht wirklich am richtigen Punkt, aber grundsätzlich ist es möglich, dass sie eine Schlagzeilenbewertung von bis zu einer Milliarde erreichen könnten“, sagte er Football Insider.

Diese 1 Milliarde Pfund ist ein projizierter Unternehmenswert, kein unterschriebener Scheck. Jede Zahl würde von den Finanzierungsbedingungen abhängen, vom Interesse US-amerikanischer Investoren und davon, wie ein Käufer die Folgen eines schmerzhaften Sommer-Transferfensters einpreist.

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Was aktuell tatsächlich auf dem Tisch liegt

Der konkrete Schritt ist vorerst kleiner als ein Komplettverkauf. Die Financial Times berichtete am 3. September 2026, dass TFG mit Beratern an einem Prozess zum Anteilsverkauf bei Everton arbeitet, der sich noch in einem frühen Stadium befinde und sich auf einen signifikanten Minderheitsanteil konzentriere, nicht auf einen vollständigen Kontrollwechsel. Christopher Sarofim und Jason Kidd haben bereits im Jahr 2025 Anteile an Roundhouse Capital Holdings übernommen, jener Gesellschaft, der 99,5 Prozent des Klubs gehören.

Dan Friedkin, dem auch die Roma gehört, hat keine Absicht signalisiert, komplett zu verkaufen. Weder TFG noch Everton haben sich zu der berichteten Investorensuche geäußert.

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