Cristiano Ronaldo hat sich mehr als zwei Jahrzehnte lang geweigert, die üblichen Altersgrenzen zu akzeptieren, doch nun bereitet sich der portugiesische Stürmer auf eine Zukunft außerhalb des Profifußballs vor.
In einem aufschlussreichen Interview erklärte der Kapitän von Al-Nassr, er gehe davon aus, dass die aktuelle Saison seine letzte sein werde. Die Entscheidung wurde zwar noch nicht offiziell bestätigt, doch seine Wortwahl war weitaus direkter als seine früheren Andeutungen, dass der Rücktritt lediglich näher rücke.
„Das ist wahrscheinlich mein letztes Jahr als Fußballer, und ich möchte ein spektakuläres Vermächtnis hinterlassen“, sagte Ronaldo der Vogue in einem Interview, das Gaby Wood geführt hat.
Ronaldo hält sich mit einer Bestätigung seines Rücktritts zurück
Das Wort „wahrscheinlich“ lässt Ronaldo noch etwas Spielraum, es sich anders zu überlegen. Er hat weder ein konkretes Datum für sein letztes Spiel bekannt gegeben, noch hat er eine offizielle Erklärung zum Rücktritt abgegeben.
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Der Zeitpunkt seiner Äußerungen ist jedoch bezeichnend. Ronaldo steht noch bis zum Ende der Saison 2026/27 bei Al-Nassr unter Vertrag, was bedeutet, dass sein aktueller Vertrag einen naheliegenden Zeitpunkt für den Abschluss seiner aktiven Karriere darstellt.
Digi24 berichtete, dass der fünffache „Ballon d’Or“-Gewinner bereits über die Folgen eines Rücktritts nachdenkt, darunter auch über die große Lücke, die der Fußball in seinem Alltag hinterlassen könnte.
Ronaldo sagte, er habe seine Zukunft bereits geplant und beabsichtige, seine Zeit zwischen Familie, Reisen, geschäftlichen Interessen und Padel aufzuteilen – einer Sportart, die ihm immer mehr ans Herz gewachsen ist.
Seine Äußerungen lassen vermuten, dass es sich hierbei nicht um eine impulsive Reaktion auf ein schwieriges Ergebnis oder einen körperlichen Rückschlag handelt. Vielmehr scheint Ronaldo einen Punkt erreicht zu haben, an dem er das Ende seiner Karriere vor Augen hat und selbst bestimmen möchte, wie diese zu Ende geht.
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Der Wettlauf um die 1.000 Tore geht weiter
Ein großes Ziel könnte Ronaldos letzte Saison noch prägen. Er strebt den beispiellosen Meilenstein von 1.000 offiziellen Toren in der A-Nationalmannschaft und im Verein an.
Als das „Vogue“-Interview im August erschien, hatte Ronaldo 976 Tore erzielt. Laut „Gulf News“ hat er diese Zahl seitdem auf 979 erhöht, womit ihm noch 21 Tore bis zum Meilenstein fehlen.
Das Erreichen der 1.000er-Marke wäre ein würdiger Abschluss einer Karriere, die von Rekorden geprägt ist. Ronaldo ist bereits der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte des internationalen Männerfußballs und Rekordtorschütze von Real Madrid, während ihm seine Langlebigkeit ermöglicht hat, über mehrere Fußball-Epochen hinweg auf höchstem Niveau zu spielen.
Die verbleibende Distanz ist zwar machbar, aber nicht garantiert. Ronaldo muss während der gesamten Saison fit und leistungsstark bleiben und gleichzeitig seine Einsatzzeiten bei Al-Nassr und in der portugiesischen Nationalmannschaft unter einen Hut bringen.
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Auch seine eigenen Äußerungen deuten darauf hin, dass dieser Meilenstein seine Karriere nicht automatisch verlängern wird. Der Stürmer scheint sich zunehmend auf das Vermächtnis seiner gesamten Laufbahn zu konzentrieren und weniger auf eine einzelne Zahl.
Seine letzte Weltmeisterschaft ist bereits vorbei
Ronaldo gab seinen Rücktritt nach dem Ende seiner sechsten und letzten Weltmeisterschaft bekannt. Portugal schied im Achtelfinale des Turniers 2026 gegen den späteren Weltmeister Spanien aus, wobei Ronaldo im Verlauf des Turniers drei Tore erzielte.
Bereits vor diesem Spiel hatte er bestätigt, dass es sein letzter Auftritt bei einer Weltmeisterschaft sein würde, wie „The Guardian“ berichtete.
Diese Ankündigung bedeutete nicht zwangsläufig ein sofortiges Ende seiner internationalen Karriere. Ronaldo könnte auch nach dem Turnier weiterhin für Portugal spielen, doch seine jüngsten Äußerungen lassen es immer wahrscheinlicher erscheinen, dass sowohl seine Vereins- als auch seine Länderspielkarriere sich ihren letzten Monaten nähern.
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Er gab 2003 sein Debüt in der portugiesischen A-Nationalmannschaft und hat sich seitdem zum erfolgreichsten Torschützen in der Geschichte des internationalen Männerfußballs entwickelt. Seine Karriere führte ihn außerdem von Sporting CP zu Manchester United, Real Madrid, Juventus Turin und schließlich zu Al-Nassr.
Ronaldo bereitet sich auf das Leben nach dem Fußball vor
Ronaldos Überzeugung, dass Vorbereitung entscheidend ist, hat seine Karriere geprägt, und derselbe Ansatz scheint auch seine Pläne für den Ruhestand zu bestimmen. Er hat sich ein umfangreiches Geschäftsportfolio aufgebaut und möchte nun mehr Zeit damit verbringen, zu reisen, Padel zu spielen und das Leben mit seiner Familie zu genießen.
Die Aussicht, den Fußball hinter sich zu lassen, ist nach wie vor mit starken Emotionen verbunden. Ronaldo räumte ein, dass dieser Sport eine große Lücke hinterlassen könnte, nachdem er fast jeden Aspekt seines Erwachsenenlebens geprägt hat.
Derzeit ist er noch aktiver Spieler, und nur ein Vertrag, eine neue Saison und 21 Tore trennen ihn von einem letzten historischen Meilenstein. Sein Rücktritt ist zwar noch nicht offiziell, doch zum ersten Mal hat Ronaldo öffentlich einen wahrscheinlichen Zielpunkt ins Auge gefasst.
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Nach 25 Jahren außergewöhnlicher Beständigkeit und Opferbereitschaft scheint nun das letzte Kapitel begonnen zu haben.



