Donald Trumps Gesandter fordert die FIFA in einem überraschenden Vorschlag auf, den Iran bei der Weltmeisterschaft durch Italien zu ersetzen
Ein Vorschlag, Iran bei der diesjährigen FIFA-Weltmeisterschaft zu ersetzen, ist angesichts wachsender Unsicherheit über die Teilnahme des Landes aufgekommen, wie die Financial Times berichtet.
Paolo Zampolli, ein Gesandter des US-Präsidenten Donald Trump, hat vorgeschlagen, dass Italien — das sich nicht qualifizieren konnte — Irans Platz im Turnier einnehmen sollte, und verwies dabei auf die Fußballtradition der europäischen Nation.
„Ich bestätige, dass ich Trump und Infantino vorgeschlagen habe, Italien solle Iran bei der Weltmeisterschaft ersetzen“, sagte Zampolli der Financial Times. „Ich bin gebürtiger Italiener, und es wäre ein Traum, die Azzurri bei einem in den USA ausgetragenen Turnier zu sehen. Mit vier Titeln verfügen sie über die nötige Tradition, um eine Teilnahme zu rechtfertigen.“
Italien schied im März aus, nachdem es in einem UEFA-Play-off gegen Bosnien im Elfmeterschießen verloren hatte, und verpasste damit die Qualifikation.
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Unsicherheit über Irans Teilnahme
Iran hatte sich bereits einen Platz für das Turnier 2026 gesichert, das von den USA, Mexiko und Kanada ausgerichtet wird. Derzeit sind Gruppenspiele gegen Ägypten, Neuseeland und Belgien in den USA vorgesehen.
Seine Teilnahme ist jedoch nach der Eskalation regionaler Spannungen infrage gestellt worden, nachdem ein gemeinsamer Angriff der USA und Israels am 28. Februar den obersten Führer Irans, Ajatollah Ali Khamenei, getötet hatte. Die Folgen haben mehrere Länder der Region, darunter den Libanon, betroffen und den internationalen Sport beeinträchtigt, wobei unter anderem Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt wurden.
Der iranische Fußballverband hatte die FIFA gebeten, seine Spiele nach Mexiko zu verlegen, doch dieser Antrag wurde Berichten zufolge abgelehnt.
Trotz der Unsicherheit hat FIFA-Präsident Gianni Infantino öffentlich darauf bestanden, dass Iran „auf jeden Fall“ teilnehmen werde.
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Irans Minister für Sport und Jugend, Ahmad Donyamali, schlug einen vorsichtigeren Ton an und erklärte, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei.
„Heute haben wir auch ein Treffen im Rahmen dieser Angelegenheit, und wir kommen unserer gesetzlichen Pflicht nach“, sagte er.
„Wir müssen vorbereitet sein. In jedem Fall könnte entschieden werden, nicht zu fahren. Und wenn entschieden wird zu fahren, müssen wir ebenfalls vorbereitet sein, damit unsere Teilnahme — falls sie stattfindet — eine starke Teilnahme ist.“
Er fügte hinzu, dass jede Entscheidung von den aktuellen Umständen abhängen und wahrscheinlich die Regierung sowie die nationalen Sicherheitsbehörden einbeziehen werde.
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Politischer Druck und widersprüchliche Signale
Trump hat zuvor widersprüchliche Signale zur Teilnahme Irans gesendet, indem er erklärte, das Land sei beim Turnier „willkommen“, zugleich aber andeutete, es könnte sicherer sein, wenn es nicht reise.
Zampollis Vorschlag fügt einem normalerweise streng geregelten Qualifikationsprozess eine politische Dimension hinzu. Die FIFA-Regularien erlauben keinen einfachen Ersatz bereits qualifizierter Teams, was einen solchen Schritt höchst ungewöhnlich machen würde.
Turnierzeitplan
Die Weltmeisterschaft soll am 11. Juni beginnen, mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika. Weniger als zwei Monate vor Beginn steht die FIFA unter wachsendem Druck, den Status Irans zu klären und Störungen im Spielplan zu vermeiden.
Quellen: Financial Times, FIFA, offizielle Stellungnahmen
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