George Russell weist ‚Mario Kart‘-Kritik zurück
George Russell, 28, befindet sich in einer Position, von der viele Fahrer träumen: ein wiedererstarktes Mercedes-Team zurück an die Spitze der Formel 1 zu führen.
Da die Silberpfeile wieder konkurrenzfähig sind, scheut sich der Brite nicht vor Titelambitionen und äußert sogar den klaren Wunsch, mit Rivale Max Verstappen um die ultimative Trophäe des Motorsports zu kämpfen.
Sein Selbstvertrauen erstreckt sich auch auf die umstrittenen neuen F1-Regeln, die er vehement gegen Kritik verteidigt, einschließlich der von Verstappen selbst.
Die Denkweise eines Champions: Russells Titeljagd
Bei einem Auftritt in Silverstone an einem Mittwochabend, wo er offiziell das neue Kartzentrum der Strecke des Großen Preises von Großbritannien eröffnete, strahlte Russell eine ruhige Konzentration bezüglich des Meisterschaftskampfes aus.
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Obwohl er Teamkollege Lewis Hamilton in zwei ihrer drei gemeinsamen Saisons seit seinem Wechsel zu Mercedes im Jahr 2022 übertroffen hat, verfolgt Russell einen prozessorientierten Ansatz.
Er beschrieb seine Denkweise so, dass er sich auf die unmittelbaren Aufgaben konzentriert: die schnellste Qualifying-Runde zu fahren, den besten Rennstart zu erzielen und den obersten Podestplatz anzustreben, anstatt sich mit dem "Gesamtbild" des Meisterschaftsgewinns selbst zu beschäftigen. Er glaubt, dass die Meisterschaft auf natürliche Weise folgen wird, wenn diese einzelnen Prozesse perfektioniert werden.
Während Verstappens Red Bull-Team einen herausfordernden Start in die F1-Saison hatte, machte Russell deutlich, dass er die Aussicht auf einen direkten Wettkampf genießt. Auf die Frage, ob er sich wünschen würde, dass Verstappen stärker in den aktuellen Titelkampf involviert wäre, antwortete Russell schlicht: "Ja, das tue ich." Diese Äußerung kommt, obwohl Mercedes-Teamchef Toto Wolff Verstappen Berichten zufolge für mögliche Wechsel in den Jahren 2024 und 2025 umworben hatte, eine Zeit, in der Russell seinen eigenen neuen, leistungsbezogenen Vertrag mit Mercedes abschloss.
Verteidigung der neuen F1-Regeln
Die aktuelle Formel-1-Saison wurde nicht nur durch wechselnde Team-Erfolge, sondern auch durch die neuen technischen Vorschriften des Sports geprägt.
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Diese Regeln schreiben Motoren mit einer 50-50-Aufteilung zwischen Verbrennungs- und Elektroleistung vor, was ein komplexes Energiemanagement über die Runde erfordert. Sie haben scharfe Kritik von einigen hervorgerufen, insbesondere von Max Verstappen, der sie aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Qualifying-Leistung als "Mario Kart", "Formel E auf Steroiden" und "Anti-Rennen" verspottet hat.
Die F1 hat diese Woche bereits kleinere Regeländerungen vorgenommen, um einige Qualifying-Bedenken auszuräumen, so BBC Sport.
Als Direktor der Grand Prix Drivers' Association vertritt Russell jedoch eine deutlich andere Ansicht. Er verteidigte die neuen Regeln leidenschaftlich und meinte, sie würden einen spannenderen Wettbewerb fördern.
Das teile ich definitiv überhaupt nicht. Ich persönlich genieße das Auto wirklich. Die Power Unit und der Motor sind definitiv anders. Und es braucht nur noch etwas Feintuning, um es wirklich zu optimieren. Aber es hat die Möglichkeit gegeben, härter zu kämpfen und ein Hin- und Her-Rennen zu fahren.
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Er zog eine Parallele zum Kartsport, einer Aktivität, die er in Silverstone bewarb, und bemerkte: "In einem Kartrennen überholt man in einer Kurve, er überholt zurück. Und sie überholen wieder zurück. Und niemand hat das jemals Mario Kart oder Yo-Yo-Rennen oder wie auch immer die Terminologie lautet, genannt. Wir nennen es eigentlich reines Racing und großartiges Racing."
Russells Zukunft bei Mercedes scheint gesichert, nachdem er kürzlich einen neuen Vertrag unterzeichnet hat, der leistungsbezogene Optionen beinhaltet. Er zeigte sich zuversichtlich, dass seine Amtszeit angesichts der starken Leistung des Teams "definitiv fortgesetzt wird".
Diese Zusicherung, gepaart mit der Rückkehr von Mercedes zu alter Stärke, bereitet Russell die Bühne, um seine Meisterschaftsambitionen mit neuer Energie zu verfolgen, möglicherweise gegen genau den Fahrer, dessen Kritik er so offen zurückweist.
Quellen: www.bbc.com
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