Die Weigerung von Arsenal, den 19-jährigen Myles Lewis-Skelly an Manchester United zu verkaufen, wurde in dieser Woche unmissverständlich deutlich gemacht: Mikel Arteta wird keinen Stammspieler aus der eigenen Akademie an einen Rivalen verlieren, und auch die kolportierten rund 60 Millionen Pfund werden daran nichts ändern.
Die Botschaft, die zuerst von Football Insider verbreitet und am 5. August von englischen Medien aufgegriffen wurde, lautet: Arsenal wird keine Angebote eines direkten Konkurrenten im Kampf um den Premier-League-Titel in Betracht ziehen.
Lewis-Skelly ist unter Arteta Stammspieler, sowohl als Linksverteidiger als auch im zentralen Mittelfeld einsetzbar, und der Klub soll ihn als zentralen Baustein der langfristigen Planung betrachten.
Die Anfrage kam von INEOS. INEOS wollte in Erfahrung bringen, ob Arsenal verkaufen würde, insbesondere sobald der Klub aus dem Norden Londons seine vorrangigen Transfergeschäfte abgeschlossen hätte. Die Antwort kam innerhalb weniger Tage.
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Carrick jagt einer Lösung nach, die ihm immer wieder entgleitet
Das Interesse an einem Arsenal-Stammspieler ergibt nur vor dem Hintergrund der ins Stocken geratenen Linksverteidigersuche von Manchester United einen Sinn.
Cheftrainer Michael Carrick, dem das Amt im Januar dauerhaft übertragen wurde, versucht einen Kader aufzubauen, der sich nicht mehr auf den verletzungsanfälligen Luke Shaw stützt, doch die Deals, die er stattdessen verfolgt, platzen einer nach dem anderen.
Der 21-jährige Lewis Hall von Newcastle stand ganz oben auf der Prioritätenliste. Fabrizio Romano berichtete, dass Newcastle ihn „nicht verkaufen wolle“ und rund 60 Millionen Pfund für ihn aufrufe; United-Direktor Jason Wilcox führt eine Verfolgung an, die bislang zu keinem Durchbruch geführt hat.
Lewis-Skelly war die Rückfalloption, die Carricks Stab ins Spiel brachte, als sich Hall nicht loseisen ließ. Auf dem Papier bietet er zwei Dinge auf einmal: Absicherung auf der linken Abwehrseite und Tiefe im Mittelfeld, und genau deshalb war INEOS überhaupt bereit, es bei Arsenal zu versuchen.
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Der Schwenk zu Robinson
Da Hall festhängt und Lewis-Skelly nicht infrage kommt, hat United den Fokus verlagert, und zwar auf Antonee Robinson vom FC Fulham. Der 28-jährige US-Nationalspieler ist eine deutlich günstigere Option und würde Carrick den erfahrenen Linksverteidiger verschaffen, den er noch vor der Schließung des Transferfensters am 1. September benötigt.
Robinson unterschrieb bei Fulham einen Vertrag, der bis 2028 läuft, was Craven Cottage reichlich Verhandlungsmacht in die Hand gibt. Jedes Angebot wird substanziell ausfallen müssen, wenn auch bei Weitem nicht in den Größenordnungen, die United für Lewis-Skelly auszugeben bereit war.
Warum Arsenal hart bleibt
Transfers zwischen den Spitzenklubs der Premier League sind aus gutem Grund selten. Einen englischen Nationalspieler und Stammkraft an Manchester United zu verkaufen, würde einen Titelkonkurrenten auf Arsenals eigene Kosten stärken, und Artetas Haltung lässt keinen Interpretationsspielraum.
Stattdessen bringt Arsenal Bewegung ins Mittelfeld über die Ausgangstür, anstatt den Akademie-Absolventen zu Geld zu machen. Christian Nørgaard ist zu Everton gewechselt, während Bruno Guimarães von Newcastle kommt, um das Zentrum neu zu formen, ohne den Platz von Lewis-Skelly in der Mannschaft anzurühren.
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United wird die Telefone weiter heißlaufen lassen. Lewis-Skelly bleibt im Norden Londons.
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