Diese Weltmeisterschaft gehörte nicht nur den Torschützen.
Sie hat sich auch zu einem Turnier der Torhüter entwickelt, wobei Namen wie Vozinha, Suzuki und Orlando Gill weit über ihre eigenen Länder hinaus Beachtung fanden. Unter ihnen hat Lionel Mpasi eine der bemerkenswertesten Geschichten geschrieben.
Der Torhüter der DR Kongo ging als relativ unbekannter Name auf Vereinsebene ins Turnier, verließ es aber als eines der Gesichter einer stolzen und hartnäckigen Nationalmannschaft.
Eine ruhige Saison vor dem Rampenlicht
Laut El Mundo hatte Mpasi in dieser Saison nur vier Spiele für Le Havre bestritten, bevor er bei der Weltmeisterschaft zu einer der Schlüsselfiguren der DR Kongo wurde.
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Dieses Detail macht seine Leistungen noch bemerkenswerter.
Mit 31 Jahren ist Mpasi keine Geschichte eines jugendlichen Durchbruchs. Er ist ein Torhüter, der warten, arbeiten und einen langen Weg bis zu dieser Bühne gehen musste.
In Frankreich geboren und im französischen Fußball ausgebildet, vertritt er die DR Kongo aufgrund seiner familiären Wurzeln. Bei der Weltmeisterschaft wurde diese Verbindung viel mehr als nur eine Zeile in seiner Biografie.
Von Bakambu geholt
Mbasis Weg in die Nationalmannschaft entstand nicht durch einen großen Scouting-Plan.
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Er begann mit einer Nachricht von Cédric Bakambu.
„Es war Cédric Bakambu, der mich kontaktierte und fragte, ob ich am Ende der letzten Saison zur Nationalmannschaft kommen wollte“, sagte Mpasi.
„Ich sagte ja und dass es mir eine Freude wäre. Danach kontaktierte mich der Assistenztrainer über soziale Medien. Wir sprachen und ich bestätigte, dass ich verfügbar war.“
Es war ein ungewöhnlicher Weg in den internationalen Fußball, aber er funktionierte.
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Für die DR Kongo wurde Mpasi schnell mehr als nur eine späte Ergänzung. Er wurde zum Symbol einer Mannschaft, die sich auf der größten Bühne nicht fehl am Platz fühlen wollte.
Ein Torhüter, der sie am Leben hielt
Mpasi spielte jede Minute der drei Gruppenspiele der DR Kongo.
Er kassierte drei Tore, parierte acht Schüsse und erreichte eine Fangquote von 73 Prozent. Diese Zahlen erzählen jedoch nur einen Teil der Geschichte, denn mehrere seiner Interventionen erfolgten in Momenten, in denen sein Team stark unter Druck stand.
Seine Leistung gegen Kolumbien war besonders wichtig. Die DR Kongo verlor 1:0, aber Mpasi hielt das Ergebnis immer wieder knapp und gab seiner Mannschaft die Chance, im Spiel zu bleiben.
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Solche Leistungen trugen dazu bei, ihn von einem für viele Zuschauer unbekannten Namen zu einem der meistdiskutierten Torhüter des Turniers zu machen.
Ein Elfmeter machte ihn bereits zum Helden
Dies war nicht das erste Mal, dass Mpasi einen großen Moment für die DR Kongo lieferte.
Beim Afrika-Cup verwandelte er den entscheidenden Elfmeter im Elfmeterschießen gegen Ägypten und schickte die DR Kongo damit ins Viertelfinale.
Für einen Torhüter war es die Art von Moment, die eine Karriere prägen kann.
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Bei der Weltmeisterschaft fügte er eine andere Art von Erinnerung hinzu. Diesmal nicht mit einem Elfmeter, sondern mit Paraden, Gelassenheit und Autorität unter Druck.
England fand schließlich einen Weg
Der Lauf der DR Kongo endete gegen England im Sechzehntelfinale, nicht im Achtelfinale.
Über weite Strecken jedoch machten sie England das Leben schwer. Mpasi war erneut der Mittelpunkt dieses Widerstands und frustrierte England, bevor Harry Kane schließlich zweimal traf, um das Spiel zu drehen.
Die DR Kongo verlor 2:1, verabschiedete sich aber mit Anerkennung.
Mpasi konnte England am Ende nicht aufhalten. Er kam jedoch nah genug heran, um auf sich aufmerksam zu machen.
Für einen Torhüter mit so wenig Vereinsfußball in dieser Saison ist das eine Weltmeisterschaftsgeschichte, die es wert ist, erinnert zu werden.



