Mexikos Weltmeisterschaft endete schmerzhaft im Azteca-Stadion.
Stunden später begann bereits eine neue Ära.
Javier Aguirre ist nach Mexikos dramatischer 3:2-Niederlage gegen England im Achtelfinale als Nationaltrainer zurückgetreten und beendet damit seine dritte Amtszeit bei El Tri.
Rafael Márquez, der ehemalige Barcelona-Verteidiger und Kapitän Mexikos, übernimmt nun die Rolle, nachdem er während des Turniers als Assistent von Aguirre gearbeitet hatte.
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England beendet Mexikos Heimtraum
Mexiko hatte gehofft, dass diese Weltmeisterschaft endlich den Durchbruch bringen würde, auf den ihre Fans jahrzehntelang gewartet hatten.
Stattdessen schieden die Co-Gastgeber nach einem chaotischen Spiel gegen England im Estadio Azteca auf heimischem Boden aus.
Laut The Guardian erzielte Jude Bellingham zwei Tore für England, bevor Harry Kane in der zweiten Halbzeit einen Elfmeter verwandelte und so den 3:2-Sieg sicherte.
Mexiko antwortete durch Julián Quiñones und Raúl Jiménez, während England das Spiel mit 10 Mann beendete, nachdem Jarell Quansah wegen eines Fouls an Jesús Gallardo vom Platz gestellt worden war.
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Der Druck in der Schlussphase war enorm. Mexiko drängte nach vorne, schickte Flanken in den Strafraum und versuchte, die Verlängerung zu erzwingen, doch England hielt stand.
Das Ergebnis schickte die Mannschaft von Thomas Tuchel ins Viertelfinale gegen Norwegen, während Mexiko sich mit einem weiteren schmerzhaften WM-Aus auseinandersetzen musste.
Aguirre geht mit Stolz
Aguirres Abschied war bereits vor dem Turnier geplant gewesen, doch der Schlusspfiff brachte dennoch einen emotionalen Abschied mit sich.
Der 67-Jährige hatte Mexiko durch eine starke Heimkampagne geführt, doch die bekannte Barriere blieb bestehen. El Tri wartet immer noch auf die erste WM-Viertelfinalteilnahme seit 1986.
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Laut SoccerNews sagte Aguirre: „Es tut sehr weh, aber die 26 Spieler haben mich sehr glücklich gemacht, sie müssen mit erhobenem Haupt gehen.“
Er übernahm die Verantwortung für die Niederlage, anstatt sie den Spielern zuzuschieben.
„Die Kritik sollte an den Trainer gehen. Sie haben ihre Haut auf dem Feld gelassen, wenn wir mit dem Finger zeigen müssen, dann auf den Trainer. Heute konnte es nicht sein, heute war ich es, der das Spiel verloren hat“, sagte er.
Es war ein abruptes Ende für einen Trainer, der lange Zeit eine der Notfallfiguren des mexikanischen Fußballs war und immer wieder zurückkehrte, wenn die Nationalmannschaft Führung brauchte.
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Márquez übernimmt
Márquez erbt nun die Aufgabe.
Der ehemalige Verteidiger führte Mexiko bei fünf Weltmeisterschaften als Kapitän an und bleibt eine der angesehensten Persönlichkeiten in der Fußballgeschichte des Landes. Er spielte auch von 2003 bis 2010 für Barcelona und gewann dabei wichtige Titel in Spanien und Europa.
Laut beIN Sports hatte der mexikanische Fußballverband bereits bestätigt, dass Márquez nach der Weltmeisterschaft 2026 Cheftrainer werden würde, wobei der Nachfolgeplan bereits vor Turnierbeginn feststand.
Das bedeutet, der Wechsel war keine Reaktion auf die Niederlage gegen England.
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Es war der nächste Schritt in einem Projekt, das Mexiko auf die Weltmeisterschaft 2030 vorbereiten soll.
Márquez verbrachte das Turnier eng an der Seite von Aguirre, arbeitete im Trainerstab und bereitete sich auf den Übergang vor. Seine erste große Aufgabe wird es sein, Mexikos vielversprechende Leistungen in etwas Dauerhafteres zu verwandeln.
Aguirre gibt seinen Segen
Aguirre machte deutlich, dass er Márquez für bereit hält.
Laut El País sagte Aguirre: „Er ist ein wertvoller Kerl, ein großartiger Trainer, das werdet ihr sehen. Ich hoffe, er macht es besser.“
Er sagte auch, dass Mexiko eine solide Grundlage für den nächsten Zyklus habe.
„Uns geht es gut, wir haben einen Trainer für vier Jahre, eine gute Generation, wir haben ein großes Budget. Wir haben alle Elemente, um diesen kleinen Schritt zu machen, der uns noch fehlt“, sagte Aguirre.
Dieser „kleine Schritt“ bleibt die zentrale Frustration.
Mexiko hatte bei dieser Weltmeisterschaft Energie, Unterstützung und Glauben. Sie hatten auch eine Mannschaft, die England stark fordern konnte. Doch wieder einmal erwies sich das Viertelfinale als unerreichbar.
Ein neuer Zyklus beginnt
Für Mexiko ist dies sowohl ein Ende als auch ein Anfang.
Aguirre geht mit Stolz, aber auch mit dem Schmerz, zu wissen, dass sein letztes Spiel vor einem am Boden zerstörten Heimpublikum endete. Márquez übernimmt nun mit enormen Erwartungen und einem langen Weg bis 2030.
Die Aufgabe ist klar.
Mexiko muss auf der Identität, Intensität und defensiven Struktur aufbauen, die sie unter Aguirre gezeigt haben, und gleichzeitig die zusätzliche Qualität finden, die nötig ist, um Top-Gegner im K.o.-Fußball zu schlagen.
Márquez weiß, was das Trikot bedeutet. Er kennt auch das Gewicht, das damit einhergeht.
Nach Jahren als Symbol auf dem Spielfeld wird er nun der Mann, der Mexiko von der Bank aus führen soll.



