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Gianni Infantino erwägt vor der WM 2026, sich persönlich an Donald Trump zu wenden

Die FIFA erörtert intern, ob sie die Regierung von Trump bitten soll, die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze während der Weltmeisterschaft 2026 zu reduzieren, berichtet The Sun. Dies würde einen politisch sensiblen Eingriff im Vorfeld des Turniers darstellen.

Der Vorschlag, der sich noch in einem informellen Stadium befindet, konzentriert sich auf die Möglichkeit einer vorübergehenden Pause oder einer Verringerung der Aktivitäten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) rund um die Veranstaltungen der Weltmeisterschaft. Ziel wäre es, Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Maßnahmen auf Fans, Arbeitskräfte und teilnehmende Mannschaften zu verringern.

Laut The Sun umfassten erste Gespräche die Idee, ICE-Beamte von den elf US-amerikanischen Austragungsorten fernzuhalten. Diese Austragungsorte erstrecken sich über große Städte im ganzen Land, darunter New York, Atlanta, Miami, Dallas und die San-Francisco-Buchtregion. Der Bericht fügte hinzu, dass auch Spiele mit Beteiligung des Iran Teil der ersten Überlegungen waren.

Die Idee entwickelte sich später zu einem umfassenderen Vorschlag, wobei einige innerhalb der FIFA anregten, ganze Gastgeberstädte für die Dauer des Turniers als ICE-freie Zonen zu behandeln.

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Ein solcher Schritt würde den Weltfußballverband in den Mittelpunkt einer breiteren politischen Debatte über die US-amerikanische Einwanderungspolitik rücken und die ungewöhnliche Überschneidung von Sport und innenpolitischen Sicherheitsfragen im Vorfeld des Wettbewerbs unterstreichen.

Politischer Hintergrund und Verbindungen der FIFA

Die Diskussionen finden vor dem Hintergrund einer erneuten Prüfung der Beziehung zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und dem US-Präsidenten Donald Trump statt, die in der Vergangenheit bereits Kritik ausgelöst hat.

Trump hat bereits eine sichtbare Rolle in den Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2026 gespielt, die von den USA, Kanada und Mexiko gemeinsam ausgerichtet wird, wobei die meisten Spiele in den USA stattfinden. Im Dezember wurde ihm während der Auslosung der Gruppenphase der erste Friedenspreis der FIFA verliehen – eine Entscheidung, die Kritik hervorrief.

Breitere geopolitische Spannungen haben ebenfalls Unsicherheit über einige Aspekte des Turniers entstehen lassen. Die Teilnahme des Iran wurde nach der Eskalation des Konflikts infolge von US-amerikanischen und israelischen Angriffen zu Beginn dieses Jahres infrage gestellt, obwohl noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

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Sicherheitsbedenken und mögliche nächste Schritte

Die Bedenken hinsichtlich der Durchsetzung der Einwanderungsgesetze sind in den letzten Monaten gewachsen, wobei die ICE-Operationen in mehreren US-Städten kritisiert wurden. The Sun berichtete, dass das Department of Homeland Security den Umfang einiger Aktivitäten nach öffentlicher Kritik reduziert habe, während Vertreter in Teilen Europas Fragen dazu aufgeworfen haben, wie sich die Maßnahmen auf reisende Fans auswirken könnten.

Dem Bericht zufolge gilt es als wahrscheinlichstes Szenario, dass Infantino Trump direkt auffordern wird, die Durchsetzungsmaßnahmen während des Turniers zu begrenzen, anstatt eine formelle landesweite Pause einzuführen.

Das Weiße Haus hat betont, dass Sicherheit eine zentrale Priorität sein wird. Sprecher Davis Ingle erklärte, die Regierung sei entschlossen, ein seiner Aussage nach beispielloses Maß an Sicherheit für die Veranstaltung zu gewährleisten.

„Dank der Führung von Präsident Trump wird die FIFA-Weltmeisterschaft eines der größten und spektakulärsten Ereignisse in der Geschichte der Menschheit sein – hier in den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte Ingle.

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„Diese Veranstaltung wird Milliarden an wirtschaftlicher Wertschöpfung generieren und Hunderttausende Arbeitsplätze in unserem Land schaffen. Der Präsident konzentriert sich darauf, dies zur besten Weltmeisterschaft aller Zeiten zu machen und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie die sicherste und bestgeschützte in der Geschichte ist.“

Quellen: The Sun, Weißes Haus

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.