Romelu Lukaku

„Ich mache immer noch eine schwere Zeit durch“: Lukaku erklärt Elfmeter-Entscheidung

Romelu Lukaku erklärte nach Belgiens dramatischem WM-Sieg, warum er den entscheidenden Elfmeter nicht selbst schoss, obwohl er zuvor das Comeback eingeleitet…

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Romelu Lukaku half, Belgiens WM zu retten.

Dann, als das Spiel auf dem Spiel stand, trat er beiseite.

Belgiens 3:2-Comeback-Sieg gegen den Senegal war bereits eines der dramatischsten Spiele des Turniers. Sie lagen 2:0 zurück, nur noch wenige Minuten zu spielen, standen kurz vor dem Ausscheiden und ihnen gingen die Ideen aus.

Dann kam Lukaku von der Bank und drehte das Spiel.

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Ein Tor, das die Aufholjagd einleitete

Laut TV 2 Sport erzielte Lukaku in der 86. Minute den Anschlusstreffer für Belgien.

Es war ein klassischer Stürmerbeitrag von einem Spieler, der Belgien schon zuvor durch schwierige Momente getragen hat.

Sein Tor verkürzte auf 2:1 und gab der Mannschaft von Rudi Garcia neuen Glauben, als der Senegal bereits auf dem Weg ins Achtelfinale schien. Youri Tielemans glich später aus, bevor der Mittelfeldspieler von Aston Villa in der Verlängerung per Elfmeter das Comeback vollendete.

Wie die AP berichtete, fiel Tielemans‘ Elfmeter in der 125. Minute und war damit das späteste Tor in der Geschichte der Weltmeisterschaft.

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Ein Gedanke an seinen Vater

Nach dem Spiel waren Lukakus Emotionen deutlich sichtbar.

Der belgische Stürmer blickte nach oben und sprach über die persönliche Bedeutung seines Tores.

„Ich bin sicher, dass es mein Vater da oben ist, der mir hilft“, sagte Lukaku.

Es war ein kurzer Satz, aber er erklärte, warum sich der Moment für ihn größer anfühlte als Fußball.

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Lukaku hat schon früher über persönlichen Schmerz und schwierige Phasen in seiner Karriere gesprochen. Gegen den Senegal fand er dennoch einen Weg, Leistung zu bringen, als Belgien ihn am meisten brauchte.

Warum er den Elfmeter nicht schoss

Lukakus aufschlussreichster Moment kam jedoch nach dem Tor.

Belgien erhielt tief in der Verlängerung einen Elfmeter zugesprochen. Als einer der größten Torschützen des Landes wäre Lukaku normalerweise ein offensichtlicher Kandidat gewesen, ihn zu schießen.

Stattdessen forderte er Tielemans auf, vorzutreten.

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„Ja, das war es, aber mental mache ich immer noch eine schwere Zeit durch, deshalb habe ich es vorgezogen, dass Youri den Elfmeter schießt“, sagte Lukaku.

Dieses Eingeständnis gab dem Abend einen anderen Ton. Dies war kein Spieler, der sich hinter einer taktischen Erklärung versteckte. Es war ein Spieler, der offen sagte, dass er sich der Last dieses Moments nicht gewachsen fühlte.

Das Team vor dem Ego

Lukaku machte auch deutlich, dass seine Entscheidung nicht allein auf Angst vor Verantwortung beruhte.

Es ging darum, das zu wählen, was seiner Meinung nach Belgien die besten Gewinnchancen bot.

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„Nicht ich soll gewinnen, sondern die Mannschaft. In diesem Moment dachte ich, es sei das Beste, dass Youri ihn schießt“, sagte er.

Tielemans tat genau das. Er verwandelte den Elfmeter, vollendete Belgiens Comeback und schickte sie ins Achtelfinale.

Für Lukaku war die Entscheidung vielleicht genauso wichtig wie das Tor.

Belgien zieht weiter, ihr Stürmer kämpft noch

Belgien setzt nun seinen WM-Lauf fort, doch das Spiel gegen den Senegal hinterließ ein komplizierteres Bild von Lukaku.

Er bleibt entscheidend. Er bleibt in der Lage, ein Spiel in wenigen Minuten zu drehen. Er bleibt einer der wichtigsten Offensivspieler Belgiens.

Aber er trägt auch etwas Schwereres.

Seine Ehrlichkeit nach dem Spiel war frappierend, denn der Spitzenfußball lässt oft wenig Raum für Verletzlichkeit. Lukaku tat nicht so, als wäre alles einfach. Er traf, trat beiseite, als er es für richtig hielt, und stellte das Team an erste Stelle.

Belgien überlebte dank Tielemans‘ Elfmeter.

Sie waren noch am Leben, weil Lukaku ihnen den ersten Funken gab.

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