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Iran droht FIFA mit WM-Boykott für bevorstehende Spiele

Iran droht der FIFA mit einem Boykott der kommenden WM-Spiele, falls unautorisierte Flaggen oder regierungsfeindliche Gesänge zu sehen sind.

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Iran warnt FIFA

Iran hat gedroht, seine WM-Spiele zu unterbrechen, falls unautorisierte Flaggen in die Stadien gebracht werden oder falls Gesänge gegen die Nationalmannschaft während der Spiele zu hören sind.

Laut dem Liveblog der Weltmeisterschaft des Guardian vom 10. Juni wurde die Warnung von iranischen Medien gemeldet und dem Sportminister des Landes, Ahmad Donyamali, zugeschrieben.

„Wir haben die Fifa darüber informiert, dass, falls in den Stadien, in denen Iran bei der Weltmeisterschaft spielt, inoffizielle Flaggen mitgebracht oder Parolen gegen die Nationalmannschaft gerufen werden, der Teammanager definitiv für die Spielunterbrechung verantwortlich sein wird“, soll Donyamali gesagt haben.

Die Äußerungen fügten der WM-Kampagne Irans einen weiteren politischen Zündpunkt hinzu, die bereits unter genauer Beobachtung stattfindet, aufgrund von Spannungen um die Präsenz des Teams bei einem Turnier, das teilweise in den Vereinigten Staaten ausgetragen wird.

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Spiel gegen Ägypten erhöht die Spannung weiter

Iran wurde in Gruppe G mit Neuseeland, Belgien und Ägypten gelost. Ihre ersten beiden Gruppenspiele waren für Los Angeles angesetzt, gegen Neuseeland am 15. Juni und Belgien am 21. Juni, bevor ein letztes Gruppenspiel gegen Ägypten am 26. Juni in Seattle stattfindet.

Donyamali sagte, iranische Offizielle hätten auch Zusicherungen bezüglich des Spiels in Seattle erhalten.

„Uns wurde versichert, dass während des Spiels gegen Ägypten keine störenden Zwischenfälle im Stadion auftreten werden“, sagte er.

Dieses Spiel hat zusätzliche Bedeutung erlangt, aufgrund des umfassenderen Streits über Pride-bezogene Aktivitäten in Seattle. Die Fußballverbände Irans und Ägyptens hatten die FIFA zuvor aufgefordert, LGBTQ+-Pride-bezogene Darstellungen und Aktivitäten rund um das Spiel zu verhindern.

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Politik begleitet Iran ins Turnier

Die Warnung scheint Bedenken widerzuspiegeln, dass Irans Spiele zu einer Bühne für politischen Protest werden könnten. Iranische Teams wurden zuvor von Regierungsgegnern kritisiert, und Symbole wie alternative iranische Flaggen oder Protestslogans sind bei internationalen Veranstaltungen zu sensiblen Themen geworden.Die Fußballbehörden stehen nun vor der schwierigen Aufgabe, ein Gleichgewicht zwischen Stadionsicherheit, Meinungsfreiheit und den eigenen Turnierregeln der FIFA zu finden. Jeder Versuch eines Teamoffiziellen, ein Spiel zu unterbrechen, würde mit ziemlicher Sicherheit weitere disziplinarische und politische Konsequenzen nach sich ziehen.

Für Iran birgt das Thema auch die Gefahr, vom Fußball selbst abzulenken. Die Nationalmannschaft ging mit der Hoffnung ins Turnier, um einen Platz in den K.o.-Runden zu kämpfen, doch ihre Kampagne wird weiterhin von Angelegenheiten weit über das Spielfeld hinaus geprägt.

FIFA steht vor einer weiteren Prüfung abseits des Feldes

Der Streit unterstreicht, wie schwierig es geworden ist, die Weltmeisterschaft von der Politik zu trennen. Spiele werden unter Nationalflaggen und Hymnen ausgetragen, und wenn das Turnier in Ländern mit komplexen diplomatischen Beziehungen ausgetragen wird, kann Fußball schnell Teil einer größeren Auseinandersetzung werden.

Irans Warnung bringt die FIFA vor dem Ägypten-Spiel in eine heikle Lage. Der Dachverband muss das Ereignis im Stadion managen und gleichzeitig den Anschein vermeiden, dass politischer Druck von teilnehmenden Nationen diktieren darf, was Fans zeigen dürfen.

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Das Ergebnis ist eine weitere Prüfung für ein Turnier, das bereits ein hohes politisches Gewicht trägt. Für die FIFA, Iran und die Organisatoren in Seattle wird die Herausforderung darin bestehen, den Fokus auf das Spiel zu legen und gleichzeitig zu verhindern, dass die Tribünen zur Hauptgeschichte werden.

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