Eine entscheidende Berührung sorgt für Streit
Cristiano Ronaldo erzielte den Siegtreffer beim 2:1 von Al-Nassr gegen Al-Taawoun. Der Verein behauptete damit seinen perfekten Start in die Saison der Saudi Pro League.
João Félix leitete den Angriff ein, bevor der Ball außerhalb des Strafraums zu Mohamed Simakan gelangte. Der flache Schuss des Verteidigers schien bereits auf dem Weg in die Ecke zu sein, als Ronaldo ihn aus etwa sechs Metern abfälschte.
Die Berührung war regelkonform und Ronaldo stand nicht im Abseits. Der Treffer wurde deshalb ihm zugeschrieben und erhöhte seine allgemein verwendete Karrierebilanz auf 978 Tore.
Der Vorfall führte dennoch sofort zu Kritik. Einige Fans warfen dem 41-Jährigen vor, seinem Mitspieler das Tor genommen zu haben. Wie Gulf News berichtete, wäre Simakans ursprünglicher Schuss wahrscheinlich auch ohne Ronaldos Eingreifen im Netz gelandet.
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Aus sportlicher Sicht war die Berührung nicht überflüssig. Kein Spieler kann sicher wissen, ob ein Ball tatsächlich die Linie überquert, und Ronaldos Reaktion sicherte einen wichtigen Sieg. Ihre statistische Bedeutung ließ sich dennoch kaum übersehen.
Jeder Treffer bringt ihn nun näher an eine Marke, die unter der modernen Definition offizieller Spiele noch kein Spitzenspieler erreicht hat.
Die Gesamtzahl ist bereits umstritten
Obwohl nach dem Spiel häufig die Zahl 978 verwendet wurde, stimmen nicht alle statistischen Datenbanken bei Ronaldos Karrierebilanz überein.
Im Zentrum der Diskussion stehen unter anderem sechs Tore aus dem Arab Club Champions Cup 2023. Einige Datenbanken berücksichtigen sie wegen des Status des Wettbewerbs nicht. FIFA-Mitteilungen und die International Federation of Football History and Statistics haben sie dagegen eingerechnet.
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Wie beIN Sports erklärte, entstand dadurch zeitweise eine Differenz von sechs Treffern.
Diese Abweichung könnte entscheiden, welches Tor später als Ronaldos 1.000. gefeiert wird.
Pelés Meilenstein dient als Warnung
Pelés berühmtes 1.000. Tor fiel im November 1969 per Elfmeter im Maracanã. Spätere Nachforschungen deuteten jedoch darauf hin, dass der Brasilianer die Marke bereits fünf Tage zuvor erreicht hatte, weil ein Treffer aus einem Militärwettbewerb zunächst nicht berücksichtigt worden war.
Ronaldos Karriere ist wesentlich besser dokumentiert. Das grundlegende Problem bleibt trotzdem bestehen: Die Marke von 1.000 hängt nicht nur vom Toreschießen ab, sondern auch davon, welche Wettbewerbe anerkannt werden.
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Sein Treffer gegen Al-Taawoun wurde ihm nach den Regeln zweifelsfrei zugesprochen. Gleichzeitig lieferte er eine passende Vorschau auf die bevorstehende Diskussion.
Ronaldo könnte bald jenes Tor erzielen, das der Welt als Nummer 1.000 präsentiert wird. Ob alle Statistiker die angezeigte Zahl akzeptieren, ist eine andere Frage.
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