Tunesien hat Nationaltrainer Sabri Lamouchi nach der deutlichen 5:1-Niederlage der Mannschaft gegen Schweden im WM-Auftaktspiel umgehend entlassen. Die Entscheidung fiel am frühen Montagmorgen dänischer Zeit, nur wenige Stunden nach der herben Niederlage, obwohl mehrere Medien bereits am Montag über Lamouchis bevorstehenden Abschied berichtet hatten.
Der tunesische Fußballverband hat bereits Mondher Kebaier als Lamouchis Nachfolger für den Rest des Turniers ernannt, wie ESPN berichtete. Kebaier ist ein bekanntes Gesicht im Nationalteam, da er seit Februar 2025 Teil des technischen Stabes war und zuvor von 2019 bis 2022 die Position des Cheftrainers für Tunesien innehatte.
Lamouchis kurze und turbulente Amtszeit
Lamouchi, 54, hatte eine bemerkenswert kurze Amtszeit an der Spitze, nachdem er erst im Januar zum Nationaltrainer ernannt worden war. Unter seiner Führung bestritt das Team nur fünf Spiele und sicherte sich im März bei seinem Debüt gegen Haiti einen einzigen Sieg. Der Druck auf den französischen Trainer war bereits vor Beginn der Weltmeisterschaft erheblich, verschärft durch eine deutliche 0:5-Niederlage gegen Belgien in einem Testspiel vor dem Turnier, wie Reuters berichtete.
Die vernichtende Niederlage gegen Schweden war der letzte Tropfen. „Wir haben ein Problem mit dem Trainer“, erklärte ein Vertreter des tunesischen Fußballverbandes gegenüber ESPN und unterstrich damit die tiefe Unzufriedenheit innerhalb der Organisation.
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Dies ist nicht Lamouchis erste Erfahrung auf der größten Fußballbühne; er führte bereits die Elfenbeinküste bei der Weltmeisterschaft 2014 an, wo sein Team ebenfalls nicht über die Gruppenphase hinauskam.
Kebaier übernimmt für die WM-Herausforderung
Mit Kebaier am Ruder steht Tunesien nun vor einem schwierigen Kampf, um seine WM-Kampagne zu retten. Die nächste Herausforderung für das Team ist gegen Japan, angesetzt für den frühen Sonntagmorgen dänischer Zeit. Ihr letztes Gruppenspiel findet in der Nacht des 26. Juni gegen die Niederlande statt.
Die Entscheidung, den Trainer so abrupt zu wechseln, unterstreicht die Dringlichkeit des Verbandes, die Leistung des Teams anzugehen. Eine der Situation nahestehende Quelle hatte der AFP, zitiert vom dänischen Medium seoghoer, mitgeteilt, dass am Montag eine Entscheidung „in die eine oder andere Richtung“ erwartet wurde, was auf die Diskussionen hinter den Kulissen hindeutete.
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