Einige der weltweit führenden Fußballer haben bei der Weltmeisterschaft mit einer ungewöhnlichen Modifikation ihrer Spieltagskleidung für Aufsehen gesorgt.
Spieler wie Jude Bellingham, Bukayo Saka und Kyle Walker wurden mit großen Löchern an der Rückseite ihrer Stutzen gesehen, wodurch Teile ihrer Waden freilagen.
Die Öffnungen mögen wie zufällige Risse aussehen, werden aber vor den Spielen absichtlich gemacht.
Spieler, die diese Modifikation nutzen, glauben im Allgemeinen, dass moderne Fußballstutzen an ihren Waden zu eng sitzen. Das Durchschneiden des Materials reduziert das Gefühl der Enge und kann die Stutzen während eines Spiels angenehmer machen.
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Enge Stutzen können Unbehagen verursachen
Laut Kit Roberts‘ Bericht für UNILAD ist eine Erklärung, dass das eng anliegende Material bei Spielern mit besonders muskulösen Waden unangenehmen Druck ausübt.
Fußballstutzen sind so konzipiert, dass sie fest sitzen und Schienbeinschoner bedecken, aber das Material kann sich zunehmend enger anfühlen, wenn sich die Wadenmuskulatur während des Trainings ausdehnt.
Durch das Schneiden mehrerer Öffnungen in den Stoff reduzieren die Spieler die Spannung in den Bereichen, in denen sie das größte Unbehagen empfinden.
Diese Praxis ist nicht einzigartig für die Weltmeisterschaft. Fußballer haben ähnliche Modifikationen seit mehreren Jahren in nationalen Ligen und europäischen Wettbewerben angewendet, wobei Bellingham und Saka zu den bekanntesten Beispielen gehören.
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Dennoch ist es während des Turniers auffälliger geworden, da mehrere hochkarätige Spieler mit ähnlichen Schnitten aufgetreten sind.
Kein nachgewiesener Leistungsvorteil
Es wird oft behauptet, die Löcher würden die Durchblutung verbessern, Krämpfen vorbeugen oder die Wadenmuskulatur schützen, doch diese Behauptungen sind wissenschaftlich nicht belegt.
Wie von Matt Burgess von Wired erklärt, haben Sportmediziner keine überzeugenden Beweise dafür gefunden, dass das Zerschneiden von Fußballstutzen einen messbaren physiologischen Vorteil bringt.
Richtig sitzende Kompressionskleidung kann einigen Athleten helfen, Schwellungen und die Regeneration zu bewältigen, was bedeutet, dass eine Reduzierung der Kompression nicht automatisch vorteilhaft ist.
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Die wahrscheinlichste Erklärung ist daher viel einfacher: Einige Spieler fühlen sich wohler, wenn das Material gelockert ist.
Diese Wahrnehmung kann im Spitzensport dennoch wichtig sein. Jede Irritation, Taubheit oder das Gefühl der Einschränkung kann während eines Spiels ablenkend wirken, selbst wenn sie die Durchblutung oder Muskelleistung nicht direkt beeinflusst.
Anders als Löcher in Schuhe schneiden
Die Stutzen-Modifikation sollte nicht mit einer anderen ungewöhnlichen Praxis verwechselt werden, die während des Turniers beobachtet wurde: Spieler, die Abschnitte aus den Fersen ihrer Fußballschuhe schneiden.
Diese Änderung wird im Allgemeinen verwendet, um Reibung oder Druck um die Ferse und die Achillessehne zu reduzieren.
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Einige Fußballer nehmen diese Änderung möglicherweise aufgrund von Blasen, Entzündungen oder Beschwerden im Zusammenhang mit der Haglund-Deformität vor, die manchmal als „Pumpenbeule“ bekannt ist. Das Vorhandensein eines modifizierten Schuhs bestätigt jedoch nicht von selbst, dass ein Spieler eine bestimmte medizinische Erkrankung hat.
Das Schneiden von Löchern in Stutzen wird im Vergleich dazu normalerweise mit Druck um die Wade und nicht um die Ferse in Verbindung gebracht.
Eine Frage der persönlichen Präferenz
Es gibt keine allgemeine Fußballregel, die Spieler daran hindert, ihre Stutzen zu zerschneiden, vorausgesetzt, die Ausrüstung bleibt sicher und entspricht den vorgeschriebenen Teamfarben.
Die Modifikation ist daher am besten als individuelle Präferenz und nicht als neuer wissenschaftlicher Durchbruch zu verstehen.
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Auf höchstem Niveau kontrollieren Spieler jedes Element ihrer Vorbereitung genau, von Schuhen und Schienbeinschonern bis hin zu Ernährung und Regeneration. Das Verändern eines Paares Stutzen mag keinen nachweislichen Wettbewerbsvorteil bieten, aber für diejenigen, die das Gefühl von engem Material um ihre Waden nicht mögen, kann es eine kleine Quelle des Unbehagens beseitigen.
Die Löcher mögen unordentlich aussehen, aber sie sind weder zufällig noch ein Beweis dafür, dass die Teams beschädigte Ausrüstung geliefert haben. Sie sind einfach ein weiteres Beispiel dafür, wie Fußballer Standardausrüstung an ihren eigenen Körper anpassen.



