Carlo Ancelotti gibt nicht Erling Haaland die Schuld. Er gibt sie auch nicht seinen Abwehrspielern. Er gibt sie einer zweiminütigen Trinkpause am 5. Juli im MetLife Stadium.
„Ich glaube, wir haben die WM in der Trinkpause gegen Norwegen verloren. Denn bis zu diesem Moment hatte die Mannschaft alles im Griff“, sagte der Italiener gegenüber ESPN in Aussagen, die diese Woche von internationalen Medien aufgegriffen wurden.
„Dann, vielleicht war es mein Fehler, dachte ich, die Mannschaft habe die Kontrolle über das Spiel verloren, obwohl das gar nicht der Fall war. Ich habe die Mannschaft leicht umgestellt, und dann hatten wir das Problem mit Haalands Tor.“
Die Wechsel, die das Spiel verändert haben
Kurz vor der Trinkpause in der zweiten Halbzeit nahm Ancelotti Gabriel Martinelli und Rayan vom Feld und brachte Neymar sowie Danilo Santos. Er ist überzeugt, dass nicht die Spieler selbst das Problem waren.
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„Ich glaube, Neymar musste in diesem Moment kommen, weil Neymar gut drauf war, gut trainiert und sich gut vorbereitet hatte. Seine Einstellung hat mir gefallen. Ich denke, er hat der Mannschaft geholfen“, sagte Ancelotti.
„Aber mit seiner Einwechslung hätte ich die Struktur der Mannschaft nicht ändern dürfen.“
Haaland nutzt die Umstellung aus
Norwegen bestrafte die Unruhe umgehend. Haaland wuchtete elf Minuten vor Schluss einen Kopfball ins Netz und traf in der 90. Minute mit einem flachen Abschluss vom Strafraumrand zum zweiten Mal. Neymar verkürzte in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt, was sich als sein letzter Ballkontakt für die Nationalmannschaft erweisen sollte.
Mit dem Doppelpack kam Haaland auf sieben Turniertore und liegt damit gleichauf mit Lionel Messi und Kylian Mbappé an der Spitze der Torschützenliste. Norwegens Trainer Ståle Solbakken sprach von der „größten Nacht in der Geschichte des norwegischen Fußballs“, nachdem seine Mannschaft erstmals ein WM-Viertelfinale erreicht hatte.
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Neuaufbau ohne Neymar
Brasiliens Turnier endete vor Wochen, und Ancelotti ist nun derjenige, der die Scherben aufsammeln muss.
Sein Vertrag mit dem brasilianischen Fußballverband läuft bis Juni 2030, und der Verband steht hinter ihm. In einer CBF-Mitteilung, die von World Soccer Talk aufgegriffen wurde, sagte er, er werde „damit beginnen, eine neue Mannschaft zusammenzustellen, mit Blick auf junge Spieler, ohne dabei einige Fußballer auszuschließen, die bei der WM dabei waren und noch viel beizutragen haben.“
Neymar hat inzwischen einen Schlussstrich unter seine Länderspielkarriere gezogen: „Ich habe es versucht, ich habe es versucht. Jetzt ist es vorbei. Ich habe hier angefangen; ich habe hier aufgehört.“
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