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Frankreich schockt Jokics Serbien mit der Schlusssirene

Frankreich verspielt gegen Serbien eine 19-Punkte-Halbzeitführung, gerät 4,7 Sekunden vor Schluss in Rückstand und gewinnt trotzdem mit 91:90. Jaylen Hoards Lay-up mit der Sirene beschert Victor Wembanyama seinen ersten Sieg…

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Frankreich dominiert zunächst komplett

In der ersten Halbzeit zeigte Frankreich genau die Reaktion, die Frédéric Fauthoux nach dem 87:90 drei Tage zuvor in Belgrad gefordert hatte.

Laut L’Équipes Spielbericht aus Orléans gingen die Franzosen mit einer 54:35-Führung in die Pause. Victor Wembanyama war deutlich besser eingebunden, während Timothé Luwawu-Cabarrot sein punktbestes Spiel im Nationaltrikot zeigte.

Auch taktisch veränderte Frankreich einiges. Jaylen Hoard rückte für Rudy Gobert in die Startformation und bekam trotz deutlichem Größen- und Gewichtsnachteil die Aufgabe, Nikola Jokic zu verteidigen. Der offizielle Bericht von Team France Basket hält fest, dass Jokic seine ersten fünf Würfe aus dem Feld verfehlte.

Wembanyama kam ebenfalls wesentlich besser zurecht als in Belgrad. Dort hatte er bei seinem Kapitänsdebüt nur zehn Punkte erzielt und sechs Ballverluste produziert. In Orléans kam er auf 18 Punkte und fünf Rebounds. Frankreichs Führung wuchs zu Beginn des dritten Viertels sogar auf 58:40.

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Danach kippte die Partie komplett.

Jokic bringt Serbien fast allein zurück

Frankreichs Offensive verlor nach der Pause ihre Bewegung. Serbien bekam immer mehr Fastbreak-Möglichkeiten und fand Jokic wesentlich häufiger in seinen bevorzugten Positionen.

Der dreimalige NBA-MVP beendete einen schwierigen Start schließlich mit 34 Punkten, 13 Rebounds und fünf Assists. In der 32. Minute hatte Serbien beim 68:68 den gesamten Rückstand aufgeholt, wenig später brachte Nikola Jovic die Gäste erstmals überhaupt in Führung.

Frankreich musste darauf reagieren, ohne nur auf Wembanyama zu setzen. Besonders Sylvain Francisco übernahm im Schlussviertel Verantwortung. Ein tiefer Dreier, ein Mitteldistanzwurf und ein Alley-oop mit Gobert brachten Frankreich zwischenzeitlich wieder auf sechs Punkte weg.

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Doch auch diese Führung hielt nicht.

Fehlwürfe von der Freiwurflinie und ein Offensivfoul Wembanyamas brachten Serbien erneut zurück. Marko Guduric zog schließlich zum Korb und verwandelte 4,7 Sekunden vor Schluss einen spektakulären Lay-up.

90:89 für Serbien.

Hoard entscheidet das Spiel mit der Sirene

Frankreich nahm keine Auszeit.

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Francisco erhielt den Einwurf, brachte den Ball schnell nach vorne und spielte auf Hoard. Der verzichtete auf einen hektischen Distanzwurf und attackierte stattdessen direkt den Korb.

Der Lay-up fiel mit der Sirene.

Der offizielle FIBA-Bericht über die Schlusssequenz beschreibt, wie Serbiens Defensive nach Gudurics Führungstreffer nicht schnell genug zurückkam und Hoard dadurch einen direkten Weg zum Korb erhielt.

Für Wembanyama war es gleichzeitig der erste Sieg als Kapitän der Nationalmannschaft. Gegenüber L’Équipe erklärte er anschließend, Frankreich habe „einen Schritt nach vorne gemacht“. Gleichzeitig betonte er, dass sich die neue Mannschaft schnell kennenlernen müsse, weil nur wenige Spiele zur Verfügung stehen.

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Auch Fauthoux sah Fortschritte. Der Nationaltrainer sprach nach dem Spiel von einer „deutlichen Verbesserung im Spiel“ gegenüber Belgrad, forderte aber vor allem mehr Konstanz.

Jetzt beginnen die Spiele, die wirklich zählen

Gegen Serbien konnte Frankreich Fehler noch als Teil der Vorbereitung verbuchen.

Ab Donnerstag geht das nicht mehr.

Der offizielle FIBA-Spielplan der WM-Qualifikation sieht am 27. August das Heimspiel gegen Slowenien in Paris vor. Drei Tage später folgt in Stockholm die Partie gegen Schweden. Frankreich führt Gruppe L mit einer 5:1-Bilanz an, Slowenien startet mit 3:3 in die zweite Runde.

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Der Serbien-Sieg liefert Fauthoux deshalb zwei sehr konkrete Erkenntnisse.

Seine Mannschaft kann gegen einen der stärksten Gegner Europas 19 Punkte Vorsprung herausspielen.

Sie kann diesen Vorsprung aber auch innerhalb weniger Minuten vollständig verlieren.

Gegen Slowenien zählen am Donnerstag nicht mehr Fortschritte oder gute Phasen, sondern das Ergebnis.

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