Sir Alex Fergusons Äußerungen über Pep Guardiola bei Man City haben sich nicht gut gehalten
Der Einfluss von Pep Guardiola auf den englischen Fußball hat die Erwartungen bei Manchester City neu definiert und ein neues Licht auf eine frühe Warnung von Sir Alex Ferguson geworfen, die sich im Laufe der Zeit nicht vollständig bestätigt hat.
Als Guardiola 2016 in die Premier League kam, gab es Zweifel, ob sich sein auf Ballbesitz ausgerichteter Spielstil an das schnellere und körperbetontere Spiel in England anpassen würde. Selbst Ferguson, dessen Bilanz von 13 Meistertiteln mit Manchester United seinen Ansichten dauerhaftes Gewicht verleiht, äußerte gewisse Vorbehalte.
In einem Interview mit Sky Sports in jenem Jahr lobte Ferguson Guardiolas Qualitäten und sagte: „Ohne Zweifel verfügt Pep über eine fantastische Arbeitsmoral. Er fordert das in all seinen Trainingseinheiten ein.“ Er fügte hinzu, dass City einen Trainer auf höchstem Niveau verpflichtet habe, und bezeichnete die Verpflichtung als einen „echten Glücksgriff“.
Dennoch machte Ferguson deutlich, dass der Erfolg in England nicht leicht zu erreichen sei. „Aber Pep wird es nicht leicht haben, der englische Fußball ist nicht einfach“, sagte er und verwies auf die Schwierigkeiten, mit denen selbst Spitzentrainer bei der Anpassung an die Liga konfrontiert waren. Mit Bezug auf Arsène Wenger und José Mourinho bemerkte er, dass ausländische Trainer oft Zeit benötigen, um sich anzupassen.
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Er deutete auch an, dass es Guardiola schwerfallen könnte, die außergewöhnlichen Höhen zu erreichen, die er mit dem FC Barcelona erreicht hatte, wo seine Mannschaft einen Maßstab für den modernen Fußball setzte. Ferguson erklärte damals, dass es schwierig sein würde, dieses Niveau zu erreichen, angesichts der Dominanz jener Mannschaft.
Fast ein Jahrzehnt später ergibt sich ein differenzierteres Gesamtbild.
Seit seinem Amtsantritt bei Manchester City hat Guardiola den Klub zu sechs Premier-League-Titeln geführt und eine der konstantesten und dominantesten Mannschaften in der Geschichte des Wettbewerbs aufgebaut. Anstatt sich lediglich an den englischen Fußball anzupassen, hat sein Team die Art und Weise beeinflusst, wie in der gesamten Liga gespielt wird, insbesondere in Bezug auf taktische Struktur und Ballkontrolle.
Sein Erfolg in England ergänzt seine titelgekrönten Stationen in Spanien und Deutschland und festigt seinen Status als einer der erfolgreichsten Trainer im Fußball.
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Ein weiterer Meistertitel würde Guardiola mit Ferguson in der Gesamtzahl nationaler Meisterschaften in Europas Topligen gleichziehen lassen – ein Meilenstein, der unterstreicht, wie sehr seine Zeit in der Premier League viele frühe Erwartungen übertroffen hat.
Fergusons Warnung vor der Schwierigkeit des englischen Fußballs war nicht unbegründet. Doch Guardiolas anhaltender Erfolg legt nahe, dass sich Anpassung in diesem Fall in Transformation verwandelt hat.
Quellen: Sky Sports, Premier-League-Statistiken
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