Belgium pulls support for Infantino: 'Shame on you Infantino'

Belgien entzieht Infantino die Unterstützung: „Schande über dich, Infantino“

Der Königliche Belgische Fußballverband hat der FIFA mitgeteilt, dass er Gianni Infantino keine weitere Amtszeit unterstützen kann, und verweist dabei direkt auf die bis heute ungeklärte Aufhebung der Roten Karte,…

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Belgien ist der jüngste europäische Verband, der öffentlich mit dem FIFA-Präsidenten bricht, und der erste, der seine Absage ausdrücklich mit der Balogun-Entscheidung in den K.-o.-Runden des Sommers verknüpft. Der KBFV teilte am Montag mit, dass Fragen, die er der FIFA vor über zwei Monaten gestellt hatte, bis heute unbeantwortet geblieben seien, und hat darum gebeten, den Fall auf die Tagesordnung des FIFA-Rats für den 15. Oktober zu setzen.

„Zwei Monate nach den Ereignissen stellen wir fest, dass unsere Fragen bis heute unbeantwortet geblieben sind“, sagte KBFV-Präsidentin Pascale Van Damme in der Mitteilung des Verbandes.

Die Entscheidung des Vorstands betrifft zwei Governance-Fälle. Neben der Balogun-Entscheidung verwies der KBFV auf den Umgang der FIFA mit dem inzwischen zurückgestellten Plan, Anteile an der WM und weiteren Wettbewerben an private Investoren zu verkaufen, den sogenannten FIFA-Forward-Enterprise-Vorschlag (FFE), der am 1. August nach einer gemeinsamen Intervention der UEFA und ihrer 55 Mitgliedsverbände zurückgezogen wurde.

Die Rote Karte, die das Turnier veränderte

Balogun wurde in der 64. Minute des Sechzehntelfinals gegen Bosnien und Herzegowina am 1. Juli vom Platz gestellt, nachdem er Verteidiger Tarik Muharemovic auf den Knöchel getreten hatte. Die USA gewannen mit 2:0 und trafen im Achtelfinale auf Belgien.

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Damit hätte er für das nächste Spiel automatisch gesperrt sein müssen. Stattdessen rief US-Präsident Donald Trump Infantino nach dem Spiel an, um zu argumentieren, dass Balogun nicht hätte vom Platz gestellt werden dürfen.

Der Disziplinarrichter der FIFA berief sich daraufhin auf Artikel 27 des Disziplinarreglements und ersetzte die automatische Ein-Spiel-Sperre durch eine ausgesetzte einjährige Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe von 40.000 US-Dollar. Es war die erste WM-Sperre nach einer Roten Karte, die seit 1962 aufgehoben wurde.

Belgien legte Berufung ein. Rund sieben Stunden vor dem Anpfiff des Achtelfinales erklärte die FIFA-Berufungskommission den Einspruch für unzulässig. Balogun lief auf, und die USA zogen in die nächste Runde ein.

Wachsender Widerstand gegen Infantino

Wales war am 3. August der erste Verband, der Infantino öffentlich die Unterstützung für seine Wiederwahl entzog und dabei „jüngste Versäumnisse in der Governance“ anführte. Der englische Verband folgte kurz darauf und schloss sich der UEFA an, die bereits am 1. August erklärt hatte, sie habe das „Vertrauen“ in den FIFA-Präsidenten verloren.

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Der Schritt Belgiens fügt dem FFE-Governance-Fall, der den Großteil der bisherigen Kritik ausgelöst hat, mit der Balogun-Entscheidung einen zweiten, eigenständigen Vorgang hinzu. Konföderationen entscheiden nicht über das Stimmverhalten ihrer Mitgliedsverbände; jede FIFA-Präsidentschaftswahl wird durch die einzelnen Stimmen der 211 Verbände entschieden. Doch das Muster der öffentlichen Absagen weitet sich inzwischen über den reinen FFE-Streit hinaus aus.

Der Wahlkalender

Die FIFA bestätigte am Sonntag, dass Infantino für eine vierte und letzte Amtszeit kandidieren wird.

„Natürlich hat sich nichts geändert. Herr Infantino wird sich zur Wiederwahl stellen“, erklärte ein Sprecher.

Die Nominierungsfrist endet am 18. November, die Wahl ist für den 18. März 2027 in Rabat angesetzt.

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Der belgische Verband hat darum gebeten, den Balogun-Fall auf die Sitzung des FIFA-Rats am 15. Oktober zu setzen.

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