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Emmanuel Petit: Harry Kanes Ballon d’Or-Chancen für 2026 sind „vorbei“

Emmanuel Petit sieht Harry Kanes Ballon d’Or-Chancen 2026 als „vorbei“ an, da er in wichtigen Spielen zu wenig Einfluss hatte, trotz seiner Top-Saison.

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Harry Kane spielte die erfolgreichste Saison seiner Karriere, gewann drei Trophäen mit dem FC Bayern München und erzielte sechs Tore bei der Weltmeisterschaft.

Für Emmanuel Petit reichen die Zahlen jedoch nicht aus.

Der ehemalige Mittelfeldspieler von Frankreich, Arsenal und Chelsea glaubt, dass Kane kein ernsthafter Anwärter mehr auf den Ballon d’Or 2026 ist, und argumentiert, dass der englische Kapitän nicht genügend Einfluss hatte, als der Druck am größten war.

Laut einem Bericht von Goal über Petits Kommentare gab der Weltmeister von 1998 seine Einschätzung in einem Interview mit Mr Gamble ab, und nicht, wie ursprünglich berichtet, mit dem Mirror.

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Petit sagt, Kane sei verschwunden, als es darauf ankam

„Harry Kanes Ballon d’Or-Chancen sind vorbei“, sagte Petit.

Er würdigte Kanes außergewöhnliche Torbilanz in Deutschland, argumentierte jedoch, dass nationale Leistungen allein die Auszeichnung nicht entscheiden sollten.

„Als es wirklich schwer wurde zu gewinnen, ist er meiner Meinung nach verschwunden“, fügte Petit hinzu und bezog sich dabei auf Bayerns Champions-League-Kampagne und Englands WM-Lauf.

Petits Argumentation basiert weniger auf Kanes Gesamtleistung als vielmehr darauf, dass sowohl Bayern als auch England ihre Hauptziele verfehlten.

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Die Bayern schieden im Champions-League-Halbfinale mit einem Gesamtergebnis von 6:5 gegen Paris Saint-Germain aus, während England im WM-Halbfinale eine späte Führung gegen Argentinien verspielte.

Kane erzielte weder ein Tor noch eine Vorlage beim 2:1-Viertelfinalsieg Englands gegen Norwegen oder bei der 2:1-Halbfinalniederlage gegen Argentinien. Jude Bellingham erzielte beide Tore gegen Norwegen, während Anthony Gordon Englands Torschütze gegen Argentinien war. Die offiziellen Spielberichte der FIFA bestätigen, dass Kane an keinem dieser drei Tore direkt beteiligt war.

Die Champions-League-Kritik erfordert Kontext

Obwohl Kane die Bayern nicht ins Champions-League-Finale führen konnte, bedarf die Behauptung, er sei im Halbfinale völlig verschwunden, einer gewissen Einschränkung.

Der Stürmer traf per Elfmeter und bereitete Luis Díaz‘ Tor bei Bayerns 5:4-Hinspielniederlage in Paris vor. Anschließend erzielte er im Rückspiel, das 1:1 endete, einen späten Ausgleichstreffer.

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Das ergab für Kane zwei Tore und eine Vorlage über beide Spiele hinweg, obwohl die Bayern trotzdem ausschieden.

Der UEFA-Bericht vom Hinspiel dokumentierte Kanes Elfmeter und seinen Pass im Vorfeld von Díaz‘ Tor, während der Bericht vom Rückspiel seinen Ausgleichstreffer in der 94. Minute festhielt.

Petits Kritik scheint sich daher eher auf das Endergebnis und Kanes größere Autorität in wichtigen Spielen zu beziehen, als auf ein völliges Fehlen von Toren oder Vorlagen.

Kanes Zahlen waren fast beispiellos

Kane beendete die Vereinssaison mit 61 Toren und sieben Vorlagen in 51 Einsätzen für Bayern.

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Er erzielte 36 Bundesliga-Tore, 14 in der Champions League, 10 im DFB-Pokal und eines im Franz-Beckenbauer-Supercup. Die Bayern gewannen alle drei nationalen Wettbewerbe, während Kane auch den Europäischen Goldenen Schuh erhielt.

Nimmt man seine Länderspiele für England hinzu, beläuft sich Kanes gesamte Saisonbilanz auf 73 Tore und acht Vorlagen in 65 Einsätzen.

Diese Zahlen werden durch die statistische Saisonanalyse der Bundesliga zu Kane bestätigt, die sie als die erfolgreichste Torsaison seiner Karriere bezeichnete.

Bei der Weltmeisterschaft erzielte Kane sechs Tore und gab eine Vorlage in sieben Einsätzen. England sicherte sich schließlich den dritten Platz, indem es Frankreich im Spiel um die Bronzemedaille mit 6:4 besiegte, was die beste WM-Platzierung seit dem Turniersieg 1966 war.

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Kane traf in Englands letzten beiden Spielen des Wettbewerbs nicht, aber seine sechs Tore zählten ihn immer noch zu den besten Torschützen des Turniers.

Petit verweist auf Spaniens Weltmeister

Petit nannte keinen klaren Favoriten für den Ballon d’Or, hob aber Lamine Yamal und Rodri nach Spaniens Sieg über Argentinien im Finale hervor.

Er lobte Yamals WM-Leistungen und bezeichnete Rodri als den besten Spieler des Turniers. Er würdigte auch Lionel Messis Kampagne, schien aber zu hinterfragen, ob das Spielen von Vereinsfußball für Inter Miami die Position des Argentiniers schwächen würde.

Spaniens WM-Triumph könnte bei der Stimmabgabe erhebliches Gewicht haben. Rodri gewann den Goldenen Ball des Turniers, während Yamal internationalen Erfolg mit einer weiteren starken nationalen Saison für Barcelona verband.

Petit warnte auch davor, dass kommerzielle Überlegungen den Gewinner nicht bestimmen sollten, und betonte, dass Leistungen und Trophäen die entscheidenden Faktoren bleiben müssen.

Kanes Herausforderung ist geschwächt, nicht offiziell vorbei

Petits Fazit ist kompromisslos, bleibt aber eine persönliche Einschätzung und kein offizielles Urteil.

Kanes Scheitern, weder die Champions League noch die Weltmeisterschaft zu gewinnen, hat seine Position zweifellos geschwächt, insbesondere in einem Jahr, in dem Spaniens führende Spieler individuelle Exzellenz mit dem größten internationalen Preis des Sports verbanden.

Doch eine Bilanz von 73 Toren, drei Vereinstrophäen und sechs WM-Toren sorgt dafür, dass seine Saison nicht einfach abgetan werden kann.

Die zentrale Frage für die Ballon d’Or-Wähler wird sein, ob Kanes außergewöhnliche Konstanz die entscheidenden Trophäen, die er nicht gewonnen hat, aufwiegen kann.

Petit hat sein Fazit bereits gezogen. Die Wähler sind sich vielleicht nicht ganz so sicher.

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