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Real Madrid im Aufruhr: Pérez schlägt um sich, während Mbappé inmitten einer Titeldürre strauchelt

Real Madrid steckt in einer tiefen Krise mit Titeldürre, internen Konflikten und einem Wutausbruch von Präsident Pérez, während Mbappé strauchelt und über Mo…

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Eine tiefe Krise hat Real Madrid erfasst, der Verein leidet unter einer zweijährigen Titeldürre, internen Spielerkonflikten und einem beispiellosen öffentlichen Wutausbruch von Präsident Florentino Pérez. Die jüngste 0:2-Niederlage gegen Erzrivale Barcelona, die den katalanischen Giganten den Ligatitel sicherte, hat das Gefühl der Unordnung im Santiago Bernabéu nur noch verstärkt.

Spielerunruhen und sportliche Schwierigkeiten

Die sportlichen Misserfolge reichen über den Platz hinaus, Berichte über erhebliche interne Querelen häufen sich. Die Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni und Federico Valverde waren letzte Woche in eine Auseinandersetzung auf dem Trainingsplatz verwickelt, bei der Valverde eine Kopfverletzung erlitt, die im Krankenhaus behandelt werden musste. Beide Spieler wurden daraufhin vom Verein mit einer Geldstrafe von 588.000 US-Dollar belegt. Valverde beschrieb den Vorfall später in den sozialen Medien als einen „bedeutungslosen Kampf“. Ein separater, kleinerer Vorfall mit Álvaro Carreras wurde ebenfalls im Training gemel.

Starstürmer Kylian Mbappé, 2024 zum Verein geholt, ist zum Brennpunkt der Fan-Frustration geworden. Trotz seiner hochkarätigen Ankunft konnte Madrid seitdem keinen einzigen großen Titel gewinnen. Der 27-Jährige verpasste das entscheidende Spiel gegen Barcelona wegen Muskelkater, wurde aber später im Urlaub mit seiner Freundin fotografiert, während das Team kämpfte. In Madrids jüngstem Spiel gegen Real Oviedo stand Mbappé nicht in der Startelf, sondern wurde erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt, wo er von den Heimfans heftig ausgebuht wurde.

Die Leistung des Vereins auf dem Spielfeld war auch von entscheidenden Fehlern geprägt. Im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Bayern München erhielt Eduardo Camavinga in der 86. Minute eine rote Karte wegen Zeitspiels, als er nach einem Foul den Ball aufhob, während Real Madrid mit 3:2 führte, der Gesamtstand ausgeglichen war und eine Verlängerung unvermeidlich schien, wie CNN berichtete.

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Pérez‘ außergewöhnliche Pressekonferenz

Die eskalierenden Spannungen gipfelten in einer außergewöhnlichen, kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, die Vereinspräsident Florentino Pérez am Dienstag, den 12. Mai 2026, einberief, wie AP News berichtete. Der 79-jährige Präsident, bekannt für sein zurückhaltendes Auftreten, kam 18 Minuten zu spät und verbrachte einen Großteil seiner 21-minütigen Ansprache damit, die Presse anzugreifen und sich mit bestimmten Journalisten zu streiten.

„Ich möchte über all jene sprechen, die meiner Meinung nach hinter dieser Kampagne stecken… einige Leute bewegen sich im Schatten, um bei Wahlen anzutreten. Nun, lassen Sie sie antreten. Das ist die Gelegenheit, die ich ihnen gebe“, erklärte Pérez und bestätigte seine Gesundheit und seine Bereitschaft, zu führen.

Ruairidh Barlow, Redakteur von Football España, bot eine deutliche Einschätzung der Handlungen des Präsidenten. „Er ist seit 26 Jahren in zwei Amtszeiten für Madrid verantwortlich, und dies ist das erste Mal, dass wir so etwas sehen“, kommentierte Barlow. „Ich denke, die Absicht war, ein wenig eine Nebelwand bezüglich der sportlichen Misserfolge von Real Madrid zu erzeugen… Aber im Wesentlichen, denke ich, zeigte er eine Form von Schwäche. Warum trat er auf und tat dies? Es muss sein, weil er sich bedroht fühlt.“

Mourinhos Schatten zieht auf

Inmitten des Aufruhrs haben sich die Spekulationen über eine mögliche Rückkehr von José Mourinho verstärkt. Der 63-Jährige, der derzeit Benfica in der portugiesischen Top-Liga trainiert, führte Real Madrid bereits zwischen 2010 und 2013 zu einem Ligatitel. Die Aussicht auf seine Rückkehr wird jedoch in einigen Kreisen mit einer gewissen Skepsis betrachtet.

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„Ich denke, die meisten Leute sehen das als eine Art letzten Strohhalm. Es steckt eine Verzweiflung darin“, fügte Barlow hinzu. „Was kann Mourinho über seine Persönlichkeit hinaus dazu beitragen? Das ist es, wonach die Leute irgendwie suchen.“

Quellen: edition.cnn.com, www.cnn.com, apnews.com

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