Die Entscheidung der FIFA, Folarin Balogun für das Achtelfinalspiel der Vereinigten Staaten bei der Weltmeisterschaft gegen Belgien freizugeben, hat sich zu einer der politisch brisantesten Kontroversen des Turniers entwickelt.
Es wurde erwartet, dass der amerikanische Stürmer das K.o.-Spiel verpassen würde, nachdem er im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina vom Platz gestellt worden war. Stattdessen setzte die FIFA die automatische Ein-Spiel-Sperre aus, wodurch er sofort zurückkehren konnte.
Laut AP News rief US-Präsident Donald Trump persönlich FIFA-Präsident Gianni Infantino an und bat den Weltverband, den Fall zu überprüfen.
Nach Bekanntgabe der Entscheidung schrieb Trump in den sozialen Medien: „Danke an die FIFA, dass sie das Richtige getan und ein großes Unrecht rückgängig gemacht hat!“
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Baloguns Rote Karte sorgte sofort für Ärger
Balogun war vor dem Spiel gegen Belgien einer der wichtigsten Spieler der Vereinigten Staaten bei der Weltmeisterschaft gewesen und hatte drei Tore erzielt.
Sein Turnier schien gegen Bosnien-Herzegowina eine schädliche Wendung zu nehmen, als er nach einer VAR-Überprüfung für ein Foul an Verteidiger Tarik Muharemović die Rote Karte sah.
Die Vereinigten Staaten gewannen das Spiel zwar immer noch mit 2:0, aber die Rote Karte sollte eine automatische Ein-Spiel-Sperre nach sich ziehen.
Das hätte Balogun für das Achtelfinale gegen Belgien ausgeschlossen, ein schwerer Schlag für die Mannschaft von Mauricio Pochettino, die zum ersten Mal seit 2002 das Viertelfinale der Weltmeisterschaft erreichen wollte.
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FIFA wendet Artikel 27 an
Die Kontroverse vertiefte sich, als das Disziplinarkomitee der FIFA beschloss, die Sperre nicht sofort durchzusetzen.
Laut The Guardian nutzte die FIFA Artikel 27 ihres Disziplinarreglements, der es erlaubt, eine Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise auszusetzen.
Das bedeutet, Baloguns Rote Karte ist nicht einfach verschwunden.
Die Ein-Spiel-Sperre wurde für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Sollte Balogun in diesem Zeitraum ein weiteres Vergehen ähnlicher Art und Schwere begehen, kann die Sperre immer noch aktiviert werden.
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Es ist eine seltene Entscheidung, die aufgrund der politischen Beteiligung, die sie umgab, sofort Fragen aufwarf.
Trumps Lob verleiht politisches Gewicht
Trumps öffentliche Reaktion verwandelte einen Disziplinarfall in eine größere politische Geschichte.
Seine Nachricht in den sozialen Medien machte deutlich, dass er die Entscheidung als Korrektur einer unfairen Bestrafung ansah. Für Kritiker jedoch erzeugten der Zeitpunkt der FIFA-Entscheidung und der Kontakt des Präsidenten mit Infantino einen unangenehmen Eindruck.
Laut The Wall Street Journal hatte Trump Infantino gedrängt, Baloguns Sperre vor dem Spiel gegen Belgien zu überprüfen.
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Die FIFA hat die Entscheidung mit ihren Disziplinarregeln verteidigt, doch das Fehlen einer detaillierten öffentlichen Erklärung hat die Debatte nur angeheizt.
Die Vereinigten Staaten sind einer der Co-Gastgeber des Turniers, und Balogun ist einer ihrer Schlüsselspieler. Das hat die Entscheidung noch sensibler gemacht.
Belgien stellt die Entscheidung in Frage
Belgien reagierte mit Wut und Unglauben.
Die Entscheidung beeinflusst direkt ihre Vorbereitung auf das Achtelfinalspiel, und der belgische Verband hat argumentiert, dass die Entscheidung der FIFA den üblichen Disziplinarprozess der Weltmeisterschaft durchkreuzt.
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Zitiert von AP News, sagte Belgiens Trainer Rudi Garcia: „Ich wusste nicht, dass in den Büros der FIFA der fünfte Juli der erste April in Europa war.“
Der Königlich Belgische Fußballverband hat ebenfalls erklärt, seine Optionen zu prüfen, wobei Fair Play und Konsistenz nun im Mittelpunkt der Debatte stehen.
Für Belgien geht es nicht nur darum, ob Balogun spielen sollte. Es geht darum, ob die FIFA einen Präzedenzfall geschaffen hat, der in zukünftigen Fällen schwer zu verteidigen sein könnte.
Eine Entscheidung, die die FIFA verfolgen wird
Für Pochettino und die Vereinigten Staaten ist die Entscheidung ein großer sportlicher Schub.
Balogun kann nun gegen Belgien antreten und den Amerikanern ihren gefährlichsten Stürmer für eines der größten Spiele ihrer jüngeren Geschichte zur Verfügung stellen.
Doch die umfassendere Kontroverse wird nicht schnell verschwinden.
Laut Digi24 hat der Fall einer ohnehin schon dramatischen Weltmeisterschaft eine weitere politische Ebene hinzugefügt, wobei Trumps Lob für die FIFA weit über den Fußballplatz hinaus Aufmerksamkeit erregt.
Die Entscheidung wird vielleicht weniger für die technische Anwendung von Artikel 27 in Erinnerung bleiben, als vielmehr für die Fragen, die sie bezüglich Einfluss, Konsistenz und Vertrauen in das Disziplinarsystem des Fußballs aufgeworfen hat.
Balogun ist einsatzbereit.
Die FIFA muss sich jedoch noch erklären.



