Nicolò Tresoldi hatte am Mittwochabend gerade per Kopfball das 1:0 beim 2:1-Auswärtssieg bei der PSV Eindhoven in der UEFA Champions League erzielt. Als Jürgen Klopp am nächsten Morgen in Frankfurt seinen Kader vorstellte, war der Angreifer einer der ersten Namen, auf die die Fragen immer wieder zurückkamen.
Klopp äußerte sich, nachdem er seinen 24-Mann-Kader für die Partien in der UEFA Nations League gegen Serbien und die Niederlande nominiert hatte.
„Bei Nico Tresoldi ist es fast genau dasselbe. Er hat gestern Abend bei einem weiteren Auswärtssieg in Eindhoven ein unglaubliches Tor erzielt“, sagte Klopp gegenüber DFB.TV.
Der Stürmer gehört nicht zum November-Kader, doch Klopp erklärte, der Trainerstab stehe in regelmäßigem Kontakt mit ihm und seine Situation sei bereits ausführlich besprochen worden.
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Ein in Italien geborener Stürmer, spielberechtigt für drei Nationen
Tresoldi wurde in Cagliari geboren und kam mit 13 Jahren nach Deutschland. Er ist spielberechtigt für Deutschland, Italien oder Argentinien, letzteres über seine Mutter. Er hat Deutschland in der U19 und U21 vertreten und führt die Torschützenliste in der Qualifikation zur UEFA U21-Europameisterschaft an.
Auf Ebene der A-Nationalmannschaft ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Tresoldi hat Goal gesagt, dass er sich vor der U21-Europameisterschaft 2027 nicht zwischen Deutschland und Italien entscheiden wird.
„Mein Herz steht 50:50. Beide Länder bedeuten mir viel“, sagte Tresoldi.
Er hat den telefonischen Kontakt mit Klopp als einen Austausch beschrieben, der eher einem Vater-Sohn-Verhältnis als einem Trainer-Spieler-Verhältnis gleicht, und sagte, der Bundestrainer habe ihm versichert, die Tür bleibe offen.
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Die Mittelstürmer-Frage der deutschen Nationalmannschaft
Dem Tor vom Mittwoch in Eindhoven war im Oktober ein Hattrick Tresoldis für den FC Brügge gegen Inter Mailand vorausgegangen, und sein wachsendes Profil in der Champions League kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Offensive der A-Nationalmannschaft unter genauer Beobachtung steht. Klopps Mannschaft steht in ihrer Nations-League-Gruppe auf Platz drei, und das Ausbleiben konstanter Treffer etablierter Stürmer ist ein Dauerthema seiner ersten Monate als Cheftrainer.
Antonio Di Salvo, der U21-Cheftrainer, hat deutlich gemacht, dass er die Entscheidung nicht erzwingt.
„Soweit es möglich ist, lasse ich ihn in Ruhe“, sagte Di Salvo im Oktober.
Deutschland spielt am 13. November auswärts gegen Serbien und empfängt am 16. November die Niederlande in Berlin.
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