Vozinha, Lionel Messi

Keiner der WM-Finalisten konnte Kap Verde in 90 Minuten besiegen

Kap Verde war die einzige Mannschaft bei der WM, die keiner der Finalisten, Spanien oder Argentinien, in 90 Minuten besiegen konnte.

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Kap Verde ist zwar vor den späteren Phasen aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden, doch die Überraschungsmannschaft des Turniers kann eine Auszeichnung für sich beanspruchen, die keiner der Finalisten gerne diskutieren wird.

Der Inselstaat war die einzige Mannschaft des Turniers, die sowohl gegen Spanien als auch gegen Argentinien antrat, ohne in der regulären Spielzeit von 90 Minuten gegen einen der beiden zu verlieren.

Spanien wurde in der Gruppenphase zu einem torlosen Unentschieden gezwungen, während Titelverteidiger Argentinien in die Verlängerung musste, nachdem ihr K.o.-Spiel nach Ablauf der regulären Spielzeit 1:1 endete.

Die Statistik war komplett, als Argentinien England besiegte und damit neben Spanien ins Finale einzog. Die beiden Fußballgiganten überwanden fast jeden Gegner, der sich ihnen in den Weg stellte, doch keiner konnte Kap Verde innerhalb von 90 Minuten besiegen.

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Spanien im historischen Auftaktspiel frustriert

Das erste WM-Spiel von Kap Verde hätte kaum eine einschüchterndere Herausforderung darstellen können.

Die Debütanten trafen in Atlanta auf Europameister Spanien, wobei von Luis de la Fuentes Mannschaft erwartet wurde, dass sie mit einer der kleinsten Nationen des Turniers leichtes Spiel haben würde.

Spanien dominierte den Ballbesitz und verzeichnete 27 Torschüsse, davon sieben auf das Tor. Kap Verde verteidigte dennoch diszipliniert und entschlossen, um ein bemerkenswertes 0:0-Unentschieden zu sichern.

Laut dem FIFA-Spielbericht blieb Kap Verde durchweg organisiert und frustrierte Spanien immer wieder, obwohl sie lange Zeit ohne Ballbesitz waren.

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Torhüter Vozinha spielte eine zentrale Rolle und zeigte mehrere wichtige Paraden, während sein Team anhaltendem Druck standhielt.

Ferran Torres traf auch die Latte, doch Spanien konnte keinen Durchbruch erzielen, was zu einer der größten Überraschungen der Gruppenphase wurde.

Das Ergebnis war nicht nur eine respektable Auftaktleistung. Es machte Kap Verde letztlich zu einer der wenigen Mannschaften, die auf ihrem Weg ins Finale eine Niederlage gegen Spanien vermeiden konnten.

Argentinien in die Verlängerung gezwungen

Kap Verde traf im Achtelfinale auf den anderen Finalisten, nachdem sie ihre Gruppe ungeschlagen überstanden hatten.

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Argentinien ging in der 29. Minute durch Lionel Messi in Führung, doch Deroy Duarte glich kurz vor der Stundenmarke aus.

Der Spielstand blieb bis zum Ende der regulären Spielzeit 1:1, was bedeutete, dass der amtierende Weltmeister die Turnierneulinge innerhalb von 90 Minuten nicht besiegen konnte.

Argentinien ging schließlich wieder in Führung, als Lisandro Martínez früh in der Verlängerung traf. Sidny Lopes Cabral erzielte dann mit einem herausragenden Schlenzer das 2:2 und brachte damit kurzzeitig eine der größten Überraschungen in der WM-Geschichte in Reichweite.

Der entscheidende Moment kam in der 111. Minute, als Diney Borges Messis Ecke unglücklich ins eigene Netz lenkte.

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Wie im FIFA-Spielbericht beschrieben, überstand Argentinien einen großen Schreck und gewann nach Verlängerung mit 3:2, um ins Achtelfinale einzuziehen.

Kap Verde blieb daher im offiziellen Ergebnis nicht ungeschlagen. Nach 90 Minuten stand es jedoch unentschieden, was die ungewöhnliche Statistik, die nun vor dem Finale geteilt wird, bewahrt.

Ein bemerkenswertes WM-Debüt

Die Leistung wird noch beeindruckender, wenn man die beteiligten Länder vergleicht.

Spanien und Argentinien zogen als zwei der stärksten Teams im internationalen Fußball ins Finale ein. Argentinien versucht, die 2022 gewonnene Trophäe zu verteidigen, während Spanien das Finale nach einer beeindruckenden und defensiv souveränen Kampagne erreichte.

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Kap Verde hingegen nahm an seiner ersten Weltmeisterschaft teil und vertrat ein Land mit einer Bevölkerung von etwas mehr als einer halben Million Menschen.

Sie hatten bereits die Erwartungen übertroffen, indem sie in der afrikanischen Qualifikation vor Kamerun landeten, bevor sie aus einer Gruppe mit Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien weiterkamen.

Die FIFA beschrieb ihre Qualifikation für die K.o.-Phase als historische Leistung, nachdem die Neulinge in ihren drei Gruppenspielen nur zwei Gegentore kassierten.

Ihr Turnier endete schließlich gegen Argentinien, aber erst nachdem Lionel Scalonis Mannschaft zu zusätzlichen 30 Minuten gezwungen worden war.

Die Leistung hinterließ auch einen klaren Eindruck beim argentinischen Trainer, der die Probleme anerkannte, die Kap Verde dem Titelverteidiger bereitet hatte.

Mehr als eine statistische Kuriosität

Die Statistik bedeutet nicht, dass Kap Verde stärker war als einer der Finalisten, noch löscht sie ihr eventuales Ausscheiden aus.

Sie liefert jedoch eine passende Zusammenfassung einer Mannschaft, die sich stets als weitaus schwieriger zu besiegen erwies, als ihr bescheidenes Profil vermuten ließ.

Spanien hatte 27 Torschüsse und konnte kein Tor erzielen. Argentinien benötigte Verlängerung und ein Eigentor, um zu überleben.

Keine andere Mannschaft des Turniers traf auf beide Finalisten. Kap Verde tat dies bei ihrem ersten Auftritt auf der größten Fußballbühne und blieb in beiden Fällen nach 90 Minuten unentschieden.

Wenn Spanien und Argentinien um die Trophäe kämpfen, wird einer von ihnen endlich verlieren.

Kap Verde kann zusehen und wissen, dass es keinem von ihnen gelungen ist, sie in der regulären Spielzeit zu besiegen.

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