Jude Bellingham hat enthüllt, was während seines hitzigen Wortwechsels mit Lionel Messi bei Englands dramatischer Halbfinal-Niederlage gegen Argentinien bei der Weltmeisterschaft gesagt wurde.
Fernsehbilder zeigten die beiden Spieler, wie sie sich während einer hart umkämpften ersten Halbzeit in Atlanta stritten, wobei Messi abweisend zu reagieren schien, bevor er wegging.
Die Aufnahmen verbreiteten sich schnell online und wurden als symbolische Konfrontation zwischen zwei Generationen dargestellt: dem 39-jährigen argentinischen Kapitän und dem 23-jährigen Engländer, der weithin als einer der führenden Spieler der nächsten Ära gilt.
Bellingham betonte jedoch, dass keine persönliche Feindseligkeit hinter dem Vorfall steckte.
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Auseinandersetzung beginnt mit zwei Fouls
Der Austausch folgte auf eine körperbetonte Anfangsphase, in der Schiedsrichter Ismail Elfath das Spiel regelmäßig unterbrechen musste.
Leandro Paredes hatte Bellingham zu spät attackiert, bevor Enzo Fernández ein weiteres Foul an Elliot Anderson beging. Englands Spieler waren der Meinung, dass Argentiniens wiederholte Regelverstöße zu einer härteren Bestrafung hätten führen müssen.
Messi beschwerte sich später über eine separate Attacke gegen ihn, was die Auseinandersetzung mit Bellingham auslöste.
„Haben wir über Messi gesprochen? Wir haben tatsächlich über ein Foul diskutiert“, sagte Bellingham laut dem Bericht von AS über seine Erklärung nach dem Spiel.
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„Aber es war nichts Schlimmes. Ich bin sicher, jeder wird sein Ding machen und eine große Sache daraus machen, aber es war wirklich nichts Besonderes.
„Ich dachte, es gab vorher ein Foul, und er sagte: ‚Nun, was ist mit dem an mir?‘ Und ich sagte so etwas wie: ‚Du bist stark genug, das wegzustecken‘, weißt du, was ich meine?“
Die erste Halbzeit brachte 19 Fouls und nur begrenzten Offensivfußball hervor, was die Intensität des ersten WM-Aufeinandertreffens zwischen England und Argentinien seit 2002 unterstrich.
Bellingham weist persönliche Rivalität zurück
Obwohl der Austausch konfrontativ wirkte, stellte Bellingham klar, dass sein Respekt vor Messi nicht beeinträchtigt wurde.
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„Es war nichts gegen ihn“, sagte der englische Mittelfeldspieler.
„Ich bin offensichtlich auf der Verliererseite, was sehr wehtut, aber es ist ein Privileg, gegen ihn anzutreten.“
Diese Erklärung bot eine andere Interpretation eines Moments, der ursprünglich als Konfrontation zwischen Argentiniens etablierter Ikone und Englands aufstrebendem Anführer dargestellt wurde.
Vor dem Halbfinale war das Aufeinandertreffen der beiden Zehner als eine der prägenden Geschichten des Spiels identifiziert worden. Messi ging als Argentiniens führender Torschütze in die Partie, während Bellingham England durch das Viertelfinale getragen hatte, indem er zweimal gegen Norwegen traf.
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Auf dem Platz ging es in ihrem Duell weniger um individuelle Tricks als um Einfluss, physische Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, ein Spiel unter enormem Druck zu bestehen.
Messi hat letztendlich das letzte Wort
Bellingham und England schienen zunächst dem Finale näherzukommen, als Anthony Gordon in der 55. Minute die Führung erzielte.
Argentinien reagierte, indem es England tiefer in die eigene Hälfte drängte. Messi, der über weite Strecken der Partie eng gedeckt worden war, fand schließlich den nötigen Raum, um das Halbfinale zu entscheiden.
Er gab die Vorlage für Enzo Fernández’ Ausgleichstreffer in der 85. Minute, bevor er auf Lautaro Martínez flankte, der den Siegtreffer zwei Minuten in der Nachspielzeit einköpfte.
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Laut offiziellem Spielbericht der FIFA wurde Messi zum Spieler des Spiels ernannt, nachdem er beide Tore bei Argentiniens 2:1-Sieg vorbereitet hatte.
Das Ergebnis schickte die Titelverteidiger ins Sonntagsfinale gegen Spanien und ließ England eine weitere schmerzhafte Halbfinal-Eliminierung erleben.
Viraler Moment erzählte nur einen Teil der Geschichte
Die Konfrontation zwischen Messi und Bellingham wurde zu einem der meistgeteilten Bilder des Spiels, doch Bellinghams Kommentare deuten darauf hin, dass die Realität erheblich weniger dramatisch war, als die Aufnahmen vermuten ließen.
Es war keine Erklärung einer persönlichen Rivalität oder eine Stabsübergabe. Es war ein Streit zwischen zwei erbittert konkurrierenden Spielern darüber, was jeder von ihnen glaubte, dass der Schiedsrichter übersehen hatte.
Die beiden wechselten Worte, verteidigten ihre Standpunkte und spielten weiter.
Messi verließ das Feld letztendlich mit einem Platz im WM-Finale. Bellingham verließ das Feld mit Enttäuschung, aber auch mit der Erfahrung, einem der Spieler gegenübergestanden zu haben, dessen Karriere den modernen Fußball geprägt hat.



