Bellingham, Valentin Barco

Bellingham schlägt argentinischen Spieler nach WM-Aus auf den Kopf

Nach Englands dramatischem WM-Halbfinal-Aus schien Jude Bellingham dem argentinischen Ersatzspieler Valentín Barco auf den Hinterkopf zu schlagen, was zu ein…

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Jude Bellingham schien dem argentinischen Ersatzspieler Valentín Barco nach der dramatischen Halbfinalniederlage Englands bei der Weltmeisterschaft auf den Hinterkopf zu schlagen, als die Gemüter hochkochten.

Die Konfrontation ereignete sich Sekunden nach dem Schlusspfiff im Atlanta Stadium, wo Argentinien eine späte 2:1-Aufholjagd vollendet hatte, um Englands Hoffnungen auf den ersten Turniersieg seit 1966 zu beenden.

Barco hatte sich seinen Teamkollegen auf dem Spielfeld angeschlossen, um zu feiern, als Bellingham den 21-Jährigen ansprach und offenbar Kontakt mit dessen Hinterkopf herstellte. Der argentinische Spieler drehte sich sofort um und stieß den Mittelfeldspieler von Real Madrid weg, woraufhin Spieler beider Teams auf die beiden zustürmten.

Laut MARCAs Bericht über die Konfrontation gehörten Nico Paz und Nicolás Otamendi zu den argentinischen Spielern, die eingriffen, als der Streit zu eskalieren drohte. Otamendi wurde dabei beobachtet, wie er Bellingham energisch von Barco wegschubste.

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Ursache der Konfrontation bleibt unklar

Aufnahmen des Vorfalls verbreiteten sich schnell in den sozialen Medien, doch es bleibt unklar, ob Bellingham etwas gesagt wurde, bevor er Barco ansprach.

Einige Berichte deuteten darauf hin, dass der englische Mittelfeldspieler auf die Feierlichkeiten Argentiniens reagiert hatte, die sich in der Nähe der besiegten Spieler abspielten. Weder Bellingham noch Barco hatten den Austausch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch öffentlich erklärt.

The Independent beschrieb die Aufnahmen so, dass Bellingham Barco auf den Hinterkopf tippte, während andere Medien den Kontakt als Ohrfeige charakterisierten. Das verfügbare Video lässt nicht erkennen, was, wenn überhaupt, den Vorfall provozierte.

Der Zusammenstoß krönte einen emotional aufgeladenen Abend für Bellingham, der auch während des Spiels in mehrere hitzige Auseinandersetzungen verwickelt gewesen war.

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England gibt späte Führung aus der Hand

England schien kurz davor zu stehen, nach Anthony Gordons Führungstreffer in der 55. Minute zum ersten Mal seit 60 Jahren ein Herren-WM-Finale zu erreichen.

Die Mannschaft von Thomas Tuchel zog sich daraufhin tiefer zurück und versuchte, den knappen Vorsprung zu verteidigen, wodurch Argentinien den Ballbesitz dominieren und wiederholt Chancen kreieren konnte.

Enzo Fernández glich schließlich in der 85. Minute aus, bevor Lautaro Martínez zwei Minuten in der Nachspielzeit die Wende vollendete und Lionel Messis Flanke an Jordan Pickford vorbei köpfte.

Wie im offiziellen Spielbericht der FIFA bestätigt, schickte der 2:1-Sieg den Titelverteidiger ins Finale am Sonntag gegen Spanien. England wird stattdessen im Spiel um Platz drei auf Frankreich treffen.

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Die Art der Niederlage schien die Frustration unter den englischen Spielern zu verstärken. Sie waren nur wenige Minuten vom Erreichen des Finales entfernt gewesen, bevor Argentinien in einer dramatischen Schlussphase zweimal zuschlug.

Spieler eilen herbei, um die beiden zu trennen

Barco, der ein ungenutzter Ersatzspieler gewesen war, reagierte sofort, nachdem er den Kontakt von Bellingham gespürt hatte.

Die beiden Spieler stellten sich kurz gegenüber, bevor Paz, Otamendi und mehrere andere argentinische Spieler zwischen sie gingen. Auch Mitglieder des englischen Kaders trafen ein, während das Schubsen und Rufen um die Konfrontation herum anhielt.

Morgan Rogers geriet in eine separate Auseinandersetzung und musste zurückgehalten werden, als beide Spielergruppen versuchten, das Spielfeld zu verlassen.

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India Today berichtete, dass auch Schiedsrichter Ismail Elfath eingriff, während Offizielle daran arbeiteten, eine weitere Eskalation des Vorfalls zu verhindern.

Trotz der Wut unmittelbar nach der Niederlage wurde Bellingham später dabei gesehen, wie er Messi umarmte, bevor er das Spielfeld verließ.

Mögliche Strafe bleibt ungewiss

Bellingham könnte eine nachträgliche disziplinarische Untersuchung drohen, falls die FIFA feststellt, dass der Kontakt eine gewalttätige oder unsportliche Handlung darstellte.

Der Schlusspfiff hindert den Fußball-Weltverband nicht daran, Vorfälle zu überprüfen, die sich nach einem Spiel auf dem Spielfeld ereignen. Eine mögliche Strafe könnte Bellinghams Verfügbarkeit für Englands Spiel um Platz drei gegen Frankreich beeinträchtigen.

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Die FIFA hatte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch weder eine Untersuchung, Anklage noch eine Sperre bekannt gegeben. Es wäre daher verfrüht zu behaupten, dass der Mittelfeldspieler bestraft wird.

Die Konfrontation bildete einen unschönen Abschluss von Englands schmerzhaftester Nacht des Turniers. Argentinien feierte einen weiteren Finaleinzug, während Bellingham und seine Teamkollegen eine Führung und eine historische Chance verarbeiten mussten, die in den Schlussminuten entschwunden war.

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